Türkei sorgt sich um territoriale Einheit im Jemen

29.4.2020 13:49 Uhr, von Andreas Neubrand/AA

Am Dienstag zeigte sich die Regierung in Ankara besorgt über die jüngsten Entwicklungen im Jemen. Grund ist, dass das Southern Transitional Council (STC) die Selbstverwaltung erklärte. Das STC wird von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt.

"In dieser Zeit der Corona-Pandemie ist die Notwendigkeit, die äußerst schwere humanitäre Krise im Jemen zu bewältigen, dringlicher denn je", heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums. Das Ministerium erwartet von allen Parteien "einheitliche und kooperative" Anstrengungen, um das Leid des jemenitischen Volkes zu lindern. Außerdem sollen alle Handlungen vermieden werden, die die humanitäre und politische Krise weiter verschärft. Die politische und territoriale Integrität des Jemens müsse erhalten bleiben.

Türkei hält sich an die Friedenspläne der UN

"Die Türkei wird die von den Vereinten Nationen geführten Friedensbemühungen zur Lösung der Krise im Jemen durch einen integrativen Dialog und humanitäre Hilfe unterstützen", fügte sie hinzu.

Am Samstagabend erklärte das separatistische STC die Selbstverwaltung im südlichen Jemen. Die Regierung in Sanaa und fünf weitere Provinzen – Hadhramaut, Shabwa, al-Mahra, Abyan und Sokotra – haben den Schritt des STC abgelehnt.

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.