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Türkei: Sörloth vom Nationalteam nicht zu Trabzonspor zurückgekehrt

13.9.2020 13:19 Uhr

Trabzonspor, in der letzten Saison Vizemeister der Süper Lig und Pokalsieger in der Türkei, aber für europäische Wettbewerbe von der UEFA gesperrt, bestätigt Transfergespräche über den Norweger Alexander Sörloth zum RB Leipzig. Problem: Der Klub von der Schwarzmeerküste hat den Stürmer nur von Crystal Palace ausgeliehen – mit Kaufoption. Das macht die Situation für RB Leipzig so schwierig, denn die Sachsen müssen so mit zwei Vereinen verhandeln. Und Trabzonspor versucht, den Preis so hoch wie möglich zu ziehen.

Wie Trabzonspor auf seiner ´Vereins-Homepage bekannt macht, habe man ein Angebot für den Stürmer Alexander Sörloth, der momentan wohl noch in seinem Heimatland Norwegen ist, erhalten. Die Offerte würde derzeit geprüft. Doch der Klub von der Schwarzmeerküste meldet ebenso, dass man rechtliche Schritte gegen den Norweger prüfen würde. Der war nämlich nicht wie vereinbart von der norwegischen Nationalelf, die in der UEFA Nations League spielte, in die Türkei zurückgekehrt. Darum droht dem Goalgetter vereinsintern eine Strafe.

Bei Transferpoker droht "Nach fest kommt ab"

Und wie stellt sich RB Leipzig dazu? Julian Nagelsmann sagte nach dem sicheren Pokalerfolg gegen den 1. FC Nürnberg zur Personalie Sörloth: "Die Verhandlungen gestalten sich komplex, weil wir mit zwei Vereinen verhandeln. Das ist sehr kompliziert." Bisher waren drei Seiten involviert: Crystal Palace aus England, Trabzonspor aus der Türkei und RB Leipzig aus Deutschland. Doch nun melden sich auch Stimmen aus Norwegen zu Wort. Von da heißt es aus Kreisen der Sportjournalisten, dass Sörloth davon ausgegangen sei, Leipzig und Trabzon würden eine Einigung finden und er müsse nicht mehr in die Türkei zurückkehren. Zudem ist das Fernbleiben auch eine Art Druckmittel, den Transfer am Ende des Tages "zu erzwingen".

Trabzonspor gerät mit dem Move von Sörloth zunehmend in eine problematische Situation. Der Spieler steht in der Liga nicht zur Verfügung und es ist fraglich, wie lange RB Leipzig das Spiel noch mitspielt, den Preis nach oben zu ziehen. Zumal man weiß, dass Trabzon das Geld wirklich gut gebrauchen kann, um den Kader zu verstärken. Im Fußball bei Transferverhandlungen greift die alte Regel zum Anziehen von Schrauben "Nach fest kommt ab" – man sollte also den Preispoker nie überreizen.

(ce)

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