Türkei: So fegte der Sandsturm über Ankara hinweg – und die Gründe, warum

​Am Samstagnachmittag verdunkelte sich plötzlich der Himmel über Ankara. Meterhohe Staub- und Sandwolken türmten sich über den Bezirken Polatli und Haymana und sorgten für Panik

13.9.2020 9:47 Uhr

Am Samstagnachmittag verdunkelte sich plötzlich der Himmel über Ankara. Meterhohe Staub- und Sandwolken türmten sich über den Bezirken Polatli und Haymana und sorgten bei Anwohnern für Panik.

Der CNNTürk-Wetterexperte Bünyamin Sürmeli erklärt, wie es zu dem eigentlich recht seltenen Wetterphänomen kommen konnte, und dass man sich wohl besser an die neue "anormale Normalität" gewöhnen sollte.

Sechs Leichtverletzte

Als der Sandsturm über das Viertel Polatli hinwegfegte, sorgte er vielerorts für Panik. Doch im Nachspiel wird klar: es ist noch einmal glimpflich ausgegangen. Wie der Gouverneur von Ankara, Vasip Sahin, mitteilte, seien sechs Menschen durch herumfliegende Gegenstände leicht verletzt worden. In Ankara Gölbasi sei eine Lagerhalle abgebrannt, nachdem herabfallende Elektroleitungen trockenes Gestrüpp in Brand gesetzt haben.

Wie kann es zu Sandstürmen kommen?

Der CNNTürk-Wetterexperte Sürmeli sagt dazu: "Solche Stürme fangen an, unsere neue anormale Normalität zu werden. So wie Windhosen über dem Mittelmeer häufiger werden, so erstarken auch die Winde. Und Zentralanatolien ist eine Region wie geschaffen für plötzlich auftretende Winde und Druckwellen." Aber der wichtigste Grund, warum sich plötzlich eine meterhohe Sandwand auftürmen kann, sei wohl die Tatsache, dass es in der Region schon lange nicht mehr geregnet hat. Die Dürre trocknet den Boden aus, der buchstäblich "zu Staub verfällt".

(be)