Hürriyet

Türkei sieht Zwei-Staaten-Theorie als Lösung für den Zypern-Konflikt

11.2.2021 9:45 Uhr

"Die Türkei wird nichts anderes als die Zwei-Staaten-Theorie zur Lösung des jahrzehntelangen Deadlock in Zypern aushandeln", so der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Er kritisierte sowohl Griechenland als auch die Republik Zypern für ihre fortgesetzte "Unkenntnis der Präsenz und der Rechte der türkisch-zyprischen Gemeinschaft" auf der Insel.

"In Zypern gibt es keinen anderen Ausweg als eine Zwei-Staaten-Lösung. Ob Sie es akzeptieren oder nicht", sagte Erdogan in seiner wöchentlichen Ansprache am 10. Februar im Parlament. "Wenn wir uns die jüngste Erklärung der griechischen und der griechisch-zypriotischen Seite ansehen, sehen wir, dass sich ihre Haltungen nicht im Geringsten ändern – sie ignorieren die türkischen Zyprioten", fügte er hinzu.

Erdogan verwies auf die Erklärung des griechischen Premierministers Kyriakos Mitsotakis und des griechisch-zypriotischen Führers Nicos Anastasiades auf einer Pressekonferenz auf der Insel Anfang dieser Woche, die bekräftigten, dass die einzige Lösung für das Zypernproblem eine "bizarre, bikommunale Föderation" sei. Die Bemühungen, eine Lösung für das Problem unter Verwendung alter Formeln, einschließlich eines Verbandes, zu finden, seien nach Erdogan allerdings bedeutungslos. Dieser schlug ein neues und ergebnisorientiertes Verständnis für das Zypernproblem vor, das dem "Geist der neuen Ära" entspräche.

"Wir werden Nordzypern in einen sehr modernen Staat verwandeln"

Erdogan teilte mit, dass eine große Delegation aus Ankara unter der Leitung von Vizepräsident Fuat Oktay Gespräche im nördlichen Teil der Insel führt und sagte: "Wir werden eine sehr umfassende Studie im TRNC starten. Wir werden intensive Arbeit von Varosha bis Dipkarpaz leisten. Wir werden Nordzypern in einen sehr modernen Staat verwandeln."

"Die ganze Welt sollte wissen, dass wir die türkischen Zyprioten nicht länger die Leidtragenden der jahrhundertealten Sackgasse auf der Insel sein lassen werden", fügte er hinzu.

(gi)

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