Hürriyet

Türkei: Sicherheitskräfte schnappen mutmaßlichen IS-Henker

19.2.2020 16:03 Uhr

Den Sicherheitsbehörden in der Türkei ist ein "großer Fisch" ins Netz gegangen: Sie sollen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu einen mutmaßlichen Scharfrichter für den islamischen Staat in Syrien in Bursa verhaftet haben.

Der 50-jährige Syrer, der unter dem Namen "Abu Taki al-Shami" bekannt war, wurde am Montag auf einer Baustelle im nordwesttürkischen Bursa verhaftet, wo er seit seiner Rückkehr ins "zivile" Leben als Gasinstallateur gearbeitet haben soll.

"Abu Taki al-Shami" als Henker des IS (Bild: Hürriyet)

Henker für den IS?

Wie die Anadolu Agentur berichtet, soll es sich bei dem Mann um den ausführenden Henker eines hochrangigen IS-Führungsmitglieds in Deir Ezzor im Osten Syriens gehandelt haben. Ein Video von seiner Verhaftung zeigt einen rasierten Mann in Arbeitsbekleidung. Vergleicht man dies mit dem Video eines IS-Mordes vor einigen Jahren, bei dem Abu Taki al-Shami einem Gefangenen von hinten in den Kopf schießt, ist die Ähnlichkeit ersichtlich.

Drei weitere Festnahmen

Am Dienstag wurden drei weitere Verdächtige in Bursa wegen ihrer Verbindungen zum Islamischen Staat verhaftet, nachdem Anti-Terror-Einheiten die Beziehung zwischen ihnen und Abu Taki al-Shami herstellen konnten. Einer der Verhafteten soll ein Geheimdienstoffizier der Terrororganisation IS sein.

Die Türkei wurde bereits mehrmals Opfer von Terrorangriffen des IS, unter anderem zehn Selbstmordanschläge, sieben Bombenanschläge und vier bewaffnete Angriffe bei denen insgesamt 315 Menschen starben und Hunderte verletzt wurden.

(Berna Ehrhardt)

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