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Türkei setzt Hacker zur Aufspürung von Kindesmissbrauch ein

4.6.2020 11:52 Uhr

Zur Aufspürung von Inhalten im Internet, die Kindesmissbrauch zeigen oder in die Richtung gehen, hat sich die Türkei eine besondere Strategie überlegt. Die Behörde für Kommunikationstechnologie (BTK) setzt Spezialisten ein, die unter dem Namen "White Hat Hacker" nach entsprechenden Seiten - vor allem in den sozialen Medien - stöbern.

Zuletzt konnten die Hacker oder "Cyber-Polizisten", wie auch immer man sie nennen will, erste Erfolge verbuchen und verdächtige Seiten bei der Video-Plattform You Tube identifizieren. Das Ministerium für Familie, Arbeit und soziale Dienste hat bereits rechtliche Schritte gegen vier Betreiber mit verdächtigem Inhalt eingeleitet, wie Hürriyet.de berichtete. Die Videos hatten für einen öffentlichen Aufschrei und für eine hitzige Diskussion in der Türkei gesorgt.

You Tube will noch genauer hinschauen

Das Ministerium für Familie, Arbeit und soziale Dienste forderte You Tube auf, sensibler mit dem Thema Kindesmissbrauch umzugehen. Das Unternehmen versicherte, zukünftig noch genauer hinzuschauen und Videos, die gegen "Gemeinschaftsregeln" verstoßen, sofort zu löschen.

Ende 2019 hatte You Tube einen Transparenzbericht veröffentlicht. Demnach wurden 5,8 Millionen Konten gelöscht. 16 Prozent davon verstießen gegen die Grundsätze der "Sicherheit für Kinder", teilte der Video-Dienst mit.

(bl)

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