Hürriyet

Türkei: Seltsame Geräusche unter getrocknetem See erschrecken Dorfbewohner

3.10.2020 16:05 Uhr

Seltsame Geräusche und der Geruch von brennbarem Gas unter dem getrockneten Marmarasee in der westlichen Provinz Manisa haben die Einheimischen erschreckt. Gendarmerie-Truppen sperrten das Gebiet nach den am 29. September eingeführten Sicherheitsmaßnahmen für die Öffentlichkeit.

"Wir haben 20 Jahre lang im See gefischt. Mit der Zeit trocknete er aus und wir begannen, die Fläche für die Viehzucht zu verwenden. Dann warnte uns eines Tages ein Dorfbewohner vor einem seltsamen Geräusch aus der Tiefe", so die Angaben von Ahmet Ayyildiz, dem Muhtar (Dorfvorsteher) des Dorfes Kemerdamlari, in dem sich der See befindet.

Unheimliches Loch

Laut den Einheimischen entstand auf der Fläche ein Loch, das vorher nicht existierte, merkwürdig roch und seltsame, sprudelnde Geräusche machte.

"Wir haben eine Plastikflasche in das Loch geworfen und gesehen, wie sie brannte", berichtete der Muhtar. Nach wenigen Tagen verschwand der Geruch, aber die Geräusche nahmen allmählich zu.

Als die Einheimischen anfingen, die seltsamen Geräusche aus dem Loch zu fürchten, riefen sie die Gendarmeri, die das Gebiet nach Sicherheitsmaßnahmen versiegelten.

"Todesangst" unter den Bewohnern

"Wir fragen uns, was los ist und wir haben Todesangst. Beamte sollten so schnell wie möglich mit der Erforschung beginnen", so Hasan K., ein Dorfbewohner.

Der Marmarasee an den Grenzen der Bezirke Salihli, Saruhanli und Gölmarmara war einst ein Schutzgebiet für rund 20.000 Vogelarten, bevor er vor einigen Jahren austrocknete.

(gi)

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