DHA

Türkei: Sechs Tote, ein Vermisster, 126 Verletzte nach Explosion in Feuerwerksfabrik

6.7.2020 13:44 Uhr

Die Zahl der Todesopfer, die bei der Explosion in einem Feuerwerk Fabrik am 3. Juli im Nordwesten der Türkei ums Leben kamen, ist auf sechs gestiegen. Eine weitere Person gilt noch als vermisst und es sind insgesamt 126 Verletzte zu beklagen, teilte der Gouverneur von Sakarya, Cetin Oktay Kaldirim Reportern am 5. Juli mit. Von den 126 Verletzten konnten allerdings 121 bereits wieder die Krankenhäuser verlassen und nur fünf Menschen befinden sich noch in medizinischer Behandlung – ein Opfer davon sei jedoch schwer verletzt worden.

Kaldirim sagte auch, dass die Rettungsbemühungen und die Suche nach der einen noch vermissten Person fortgesetzt würden. Zwei bei den Explosionen getötete Menschen wurden am 4. Juli bestattet, während zwei weitere Opfer noch identifiziert würden, fuhr der Gouverneur fort. Der Vorfall wird von den zuständigen Behörden untersucht, sagte er. Über 1000 Mitarbeiter der Katastrophen- und Notfallmanagementbehörde (AFAD), des National Medical Rescue Team (UMKE) und anderer Einheiten hätten mit 190 Fahrzeugen und fünf speziell ausgebildeten Hunden vor Ort gearbeitet. Kaldirim sagte auch, er habe Wohngebiete in der Nähe der Fabrik besucht, die durch die Explosion beschädigt wurden und die Schadensbewertung sei noch nicht abgeschlossen.

Gesundheitsminister Koca warnte vor Gasen durch die Explosion

Insgesamt 121 von 126 Verletzten wurden nach einer Behandlung wegen Verletzungen in der Fabrik aus dem Krankenhaus entlassen, meldete Gesundheitsminister Dr. Fahrettin Koca. Am 4. Juli wurden der verantwortliche Fabrikleiter und zwei Vorarbeiter festgenommen, nachdem die Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen sie erlassen hatte. Zuvor sagte Koca, dass insgesamt 84 Krankenwagen, zwei Medikopter, 18 medizinische Rettungsteams und Nothilfepersonal sowie Katastrophen- und Notfallteams an den Ort geschickt wurden. Dr. Koca betonte, die Menschen in der Gegend könnten von Feuerwerksgasen betroffen sein, insbesondere in den ersten 12 Stunden nach der Explosion und forderte die Bewohner auf, Masken zu tragen und ihre Häuser nicht zu verlassen.

Reste der Fabrik in Sakarya

Die Fabrik hat 186 Angestellte, von denen 20 Mitarbeiter am 3. Juli nicht arbeiteten. Weitere 15 bis 20 verließen die Arbeit früher am Morgen, erklärte Innenminister Süleyman Soylu und fügte hinzu, dass das resultierende Feuer unter Kontrolle gebracht worden sei. Die Minister waren von Präsident Recep Tayyip Erdogan in die Provinz entsandt worden. Der Bürgermeister von Hendek, Turgut Babaoglu, sagte, viele Arbeiter seien während des Vorfalls aus dem Gebäude geflohen. Berichten zufolge gab es in den Jahren 2009, 2011 und 2014 bereits Explosionen in der Fabrik. 2014 starb eine Person bei dem Vorfall.


(ce)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.