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Türkei schließt Krieg mit Griechenland aus

11.6.2020 19:06 Uhr, von Andreas Neubrand

Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar sieht keinen drohenden bewaffneten Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland über Seestreitigkeiten in der Ägäis. Vielmehr hat er erneut Athen dazu aufgerufen, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Akars Statement kam eine Woche, nachdem der griechische Verteidigungsminister Nikos Panagiotoulos erklärt hatte, dass sein Land für einen militärischen Konflikt mit der Türkei bereit sei, um die Souveränität im Mittelmeer zu verteidigen.

Türkei will ein guter Nachbar sein

Die Türkei habe immer versucht ein guter Nachbar Griechenlands zu sein und die Probleme rund um Zypern und der Ägäis im Dialog zu lösen. "Wir hatten drei Gesprächsrunden mit unseren griechischen Partnern. Zwei davon in Athen und eine in Ankara. Wir fordern, dass das vierte Treffen wieder in Ankara stattfinden soll", so der Minister.

Akar forderte Griechenland jedoch auf, seine egoistische Haltung zu überdenken. "Sie zitierten immer den Vertrag von Lausanne. Ja, wir wollen uns auch an den Vertrag von Lausanne halten. Doch Griechenland hat 16 der 23 Inseln in der Ägäis militarisiert. Dabei müssen sie laut dem Vertrag von Lausanne entmilitarisiert sein. Darf man nicht mehr darüber sprechen?" Kein anderes Land außer Griechenland beansprucht einen 10 Meilen Luftraum, bei 6 Meilen Hoheitsgewässer, so der Minister. Griechenland werde durch seine anti-türkische Rhetorik nichts erreichen.

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