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Türkei: Schlammbäder am Salda See verboten

19.8.2020 14:58 Uhr

Die Maßnahmen zum Schutz des Salda Sees in der Provinz Burdur wurden verschärft, nachdem Bilder von ausgehobenen Schlammgruben an den Ufern des Sees für einen Aufschrei in den sozialen Medien sorgten. Ab sofort sind Schlammbäder am Strand verboten - genauso wie das Entfernen des Schlamms und des Sands von den Ufern, um es mit nach Hause zu nehmen. So soll die natürliche Struktur des Sees, der den Beinamen "die Malediven der Türkei" trägt, geschützt werden.

Geldstrafen und strenge Kontrollen

Jandarma-Teams verhängen ab sofort eine Geldstrafe von 392 türkischen Lira (44 Euro) gegen Personen, die Lehm vom See nehmen und damit die Gruben vergrößern. Menschen, die rund um den See rauchen, werden ebenfalls mit Geldstrafen belegt.

Abgesehen von den Geldstrafen wurden alle Arten von illegalen temporären Strukturen, Zelten und Containergebäuden aus den Gebieten in der Nähe des Sees entfernt.

Verbot von Picknicks und Co.

Die Verwendung von kosmetischen Produkten wie Shampoo und Seife im See- und Duschbereich, der Verzehr von Speisen und Getränken, das Aufstellen von Sonnenliegen und Zelten sowie das Picknicken am Strand sind strengstens untersagt.

Fotos von Schlammgruben, die am Wochenende durch Besucher am Strand des Sees geöffnet wurden, hatten in den sozialen Medien für große Aufregung gesorgt.

Naturschutzgebiet seit 1989

Der Saldasee wurde 1989 zum „Naturschutzgebiet“ ersten und zweiten Grades und 2019 zum „Sonderumweltschutzgebiet“ erklärt.

Dadurch hat sich seine Fläche von 48,5 Hektar auf 230 Hektar vergrößert. Es wird geplant, den Zugang zum Abschnitt der "Weißen Inseln" am Strand schrittweise für Besucher zu sperren.

(be/dha)

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