Hürriyet

Türkei: ​Schatzsucher demolieren historische Felsen auf der Suche nach Artefakten

24.7.2020 10:36 Uhr

In der Mittelmeerprovinz Isparta wurden historische Felsen, die die römische und spätbyzantinische Zeit markierten, von Schatzsuchern auf der Suche nach Artefakten zur Detonation gebracht.

Die als Güvercinli Kaya bekannte Felsmasse türmte sich zehn Meter hoch und war von historischer Bedeutung. Letzte Woche wurde der besondere Ort in einem Dorf im Bezirk Yalvac allerdings mit Dynamit gesprengt.

Die Schatzsucher sollen die Felsen gesprengt haben, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Doch allem Anschein nach gingen die Schatzräuber leer aus - und die Explosion war vollkommen umsonst.

"In der Vergangenheit wurden mit Baufahrzeugen illegale Ausgrabungen vorgenommen, aber so weit ging noch niemand", betonte Süleyman Karakoyun, ehemaliger Bezirksvorsteher (Muhtar) des Dorfes Yukari Tirtar. Er betonte, dass die Schatzsucher eventuell durch den Mythos angelockt wurden, dass sich unter den Felsen ein Grab eines Königs befinden solle.

Karakoyun forderte die Beamten nun auf, Maßnahmen zu ergreifen und die Verantwortlichen zu bestrafen.

(gi)

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