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Türkei: Salda-See hat sich in zehn Jahren 30 Meter zurückgezogen

18.12.2020 10:31 Uhr

Der Salda-See in der türkischen Provinz Burdur – auch bekannt als die "Malediven der Türkei" – verzeichnet im Rahmen der Trockenheit in diesem Jahr einen Wasserrückgang. Der Bürgermeister von Yesilova, Mümtaz Senel, erklärte der Demirören Nachrichtenagentur (DHA), dass sich das Wasser in den letzten zehn Jahren rund 30 Meter zurückgezogen habe.

Im Zuge dessen sind vor allem am Abschnitt der "Weißen Inseln" und dem Volksstrand in letzter Zeit einige kleinere Inselchen zum Vorschein gekommen, die noch vor Kurzem mit Wasser bedeckt waren.

Der Salda See wird mittlerweile nur noch über den Sultanpinari Fluss und dem Schmelz- und Regenwasser aus der Umgebung gespeist – doch das Jahr war äußerst trocken, sodass sich auch hier die Dürre bemerkbar macht.

Der Bürgermeister von Yesilova, Mümtaz Senel (Bild: dha)

"Unsere Aufgabe, den See zu erhalten"

Der Bürgermeister des Bezirks Yesilova, zu dem der Salda See gehört, betont, dass man die Sorge habe, dass der See sich noch weiter zurückziehen würde. Auch die Verschmutzung sei ein Problem, doch man habe viele Maßnahmen ergriffen, um den See zu schützen. "Es ist unsere Aufgabe, den See so gut es geht zu erhalten. Und wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um dies zu erreichen, da sind wir sehr entschlossen", so Senel.

Senel erklärte weiterhin, dass sich die Region um den See mittlerweile zu einem wichtigen Ort für den Tourismus entwickelt habe, und man das Gleichgewicht zwischen dem Schutz der Natur und einem möglichst angenehmen Erlebnis für die Besucher finden müsse. So wolle man die Bettenkapazität in der Region erhöhen, diese allerdings nicht direkt am See, sondern etwas außerhalb ansiedeln, um den See nicht zu belasten.

Bereits im Sommer wurden eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um den See zumindest vor Verschmutzungen zu schützen. So wurde das Baden an den "Weißen Inseln" verboten, am Strand dürfen keine Baustrukturen aufgestellt werden, Strandliegen und Stühle auf dem Sand sind verboten, genauso wie das Rauchen.

(be)

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