Hürriyet

Türkei: Sänger Halil Sezai nach Festnahme wegen Gewalt an 67-Jährigen wieder frei

18.9.2020 13:41 Uhr

Halil Sezai, ein 41-jähriger türkischer Sänger, wurde verhaftet, nachdem er seinem 67-jährigen Nachbarn gegenüber gewalttätig wurde. Sezai wurde am späten 17. September wegen "vorsätzlicher Körperverletzung" und "Androhungen" verhaftet.

Die Ursache für die Prügelattacke

Laut polizeilichen Quellen hatte Sezai eine Villa im Istanbuler Stadtteil Tuzla in ein Filmstudio verwandelt, um Youtube-Videos zu drehen, aber der 67-jährige Nachbar Hüseyin M. hielt ihn davon ab. Das sorgte bereits seit fünf Monaten für Konflikte zwischen den Nachbarn.

Nach dem letzten Streit am 16. September überfiel Sezai die benachbarte Villa und schlug auf M. ein. Die Polizei hatte den berühmten Sänger nach dem Vorfall festgenommen, ließ ihn aber nach seiner Aussage wieder frei.

Zahlreiche Menschen und bekannte Promis unterstützen M.

Nachdem das Filmmaterial des Vorfalls auf Medienkanälen ausgestrahlt wurde, sorgte es für reichlich Entrüstung. Auch türkische Prominente äußersten sich zu der brutalen Attacke durch Sezai. Die berühmte Sängerin Sila twitterte: „Was für eine Schande, Sezai.“

Auch der wohl bekannteste Rockstar der Türkei, Haluk Levent, äußerte sich zu dem Vorfall und unterstützte M.. Levent sagte zu ihm: "Wir werden an Ihrer Seite sein."

Der Sänger und Produzent Sinan Akcil hat Sezai sogar zu einem Kampf herausgefordert und gesagt: "Wirst du mich konfrontieren können, Säufer?"

Es wird zudem vermutet, dass M., während der Attacke das islamische Glaubensbekenntnis betete. Sezai habe daraufhin noch aggressiver auf ihn eingeschlagen und dabei gerufen: "Rezitieren Sie den Adhan?" Auch dies löste bei vielen Menschen in den sozialen Medien Furore aus.

Sezai entschuldigt sich

Nach massiven Reaktionen in den sozialen Medien hat sich Sezai entschuldigt und gesagt, dass er die Tat nicht verteidigen könne, aber zugebe, dass er sich unangemessen verhalten habe. "Es war etwas, das ich ungeachtet der Umstände nicht hätte tun sollen, und es tut mir sehr leid und ich entschuldige mich bei ihm [M.] und allen anderen", so Sezai am 16. September.

(g)

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