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Türkei: Run auf Sommerhäuser – Großstädtler "flüchten" vor Ausgangssperre

5.12.2020 16:06 Uhr

Seit Freitagabend gilt in der Türkei eine Ausgangssperre, um die steigenden Neuinfektionen mit dem Coronavirus einzudämmen. Viele Istanbuler und andere Großstadtbewohner ziehen es jedoch vor, die 56-stündige Ausgangssperre lieber in ihren Sommerhäusern zu verbringen und machten sich bereits am Freitagmorgen auf den Weg nach Cesme und Co.

Selim Akbaykal, der in Cesme ein Pide-Restaurant betreibt, erklärte, dass Cesme den wohl vollsten Winter der Geschichte erlebe. Statt der üblichen 44.000 Einwohner seien in diesem Winter rund 250.000 Bewohner im Urlaubsparadies an der Ägäis. Das habe allerdings nicht nur mit Covid-19 zu tun, sondern auch mit der Tatsache, dass viele Einwohner Izmirs, die ein Sommerhaus in Cesme haben, aufgrund des verheerenden Erdbebens der Stärke 6,6 lieber außerhalb der Stadt bleiben würden.

Keine Mietobjekte mehr in Alacati und Ilica

Natürlich wirken sich die vielen "Wintergäste" auch auf die Mietsituation in Cesme aus. Wie der Immobilienmakler Cagdas Toptas berichtet, sei die Nachfrage nach Mietobjekten hoch – besonders in Gebäuden, die nur über wenige Stockwerke verfügen. Hochhäuser seien out, so Toptas.

Dementsprechend seien freie Mietwohnungen mittlerweile Mangelware. In den beliebten Urlaubsbezirken Alacati und Ilica gebe es keine freien Wohnungen mehr.

(be)

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