Hürriyet

Türkei: Rückschritt im Corona-Kampf? Menschen strömen ungeschützt an die Strände

4.8.2020 14:15 Uhr

Über die Feiertage des Eid-al-Adha sind hunderttausende Menschen in der Türkei bei dem schönen Wetter an die Küsten des Landes geströmt. Dabei wurden die Corona-Regeln oft nachlässig missachtet.

Gesundheitsexperten befürchten schon, dass die Türkei im Kampf gegen das Coronavirus einen Rückschritt gemacht hat. Gesundheitsminister Fahrettin Koca forderte die Bevölkerung erneut über Twitter auf, weiter wachsam zu sein und auf die Abstandsregeln zu achten.

Surreale Szenen

Vor allem an der Ägäis und am Mittelmeer herrschte ein reger Andrang. Einige Regionen erlebten so viele Menschen an ihren Stränden wie noch nie. Obwohl Schilder mit den Corona-Regeln für jeden sichtbar platziert sind, drängten die "Sonnenhungrigen" zeitweise Schulter an Schulter Richtung Strand.

In dem beliebten Urlaubsort Bodrum gab es fast schon surreale Szenen in der Innenstadt, als gäbe es Corona nicht. Auch hier schlängelten sich die Menschenmassen durch die Straßen - und das größtenteils ohne Schutzmaske.

"Durchfälle und Muskelschmerzen sind häufiger geworden"

Derweil sagte Koca in der "Hürriyet", dass sich die Symptome einer Coronavirus-Infektion im Vergleich zum Beginn der Pandemie verändert haben. "Durchfälle und Muskelschmerzen sind häufiger geworden", sagte der Minister und betonte, dass das Virus noch genauso gefährlich sei wie zu Beginn der Pandemie. Daher werde er keine Reduzierung der Tests veranlassen.

(bl)

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