Hürriyet

Türkei: Rettungskräfte beenden Sucharbeiten nach Erdbeben in Izmir

4.11.2020 18:09 Uhr

Fünf Tage nach dem schweren Erdbeben in Izmir sind die Such- und Rettungsarbeiten beendet worden. Auf Twitter dankte Mehmet Güllüoglu, Leiter der türkischen Behörde für Katastrophen- und Notfallmanagement (AFAD), allen Helfern und nannte sie "Helden der Türkei". Umwelt- und Städteminister Murat Kurum sagte, die Zahl der Toten liege bei 114. "Unser Schmerz ist sehr groß. So Gott will werden wir in Solidarität miteinander die Wunden unserer Geschwister in Izmir alle gemeinsam heilen", so Kurum.

Laut AFAD und den städtischen Behörden wurden 107 Menschen aus den Trümmern gerettet. 137 müssen noch in Krankenhäusern behandelt werden, während 898 bereits entlassen wurden. 6600 obdachlose Personen sollen vorübergehend in Zelten Unterschlupf gefunden haben. Güllüoglu erklärte zudem, dass unter den freiwilligen Such- und Rettungshelfern, die aus der ganzen Türkei nach Izmir gekommen waren, Bergleute, Förster, Ärzte, Soldaten und selbst ein Orchesterleiter gewesen seien.

"Das hat uns richtig demütig gemacht"

Die Rettungskräfte wurden sogar von besonders hilfreichen Einwohnern regelmäßig mit einer warmen Mahlzeit versorgt, wie Mehmet Nedim Erik, Chef der städtischen Feuerwehr, erklärte. "Sie haben so ein großes Interesse gezeigt. Das hat uns richtig demütig gemacht", sagte er.

Das Zentrum des Bebens lag den Behörden zufolge im Meer vor der türkischen Provinz Izmir. Die türkische Katastrophenbehörde gab die Stärke mit 6,6 an, die US-Erdbebenbehörde USGS sogar mit 7,0. An der türkischen Westküste trat bei einem Tsunami nach dem Beben, das Experten als moderat einstuften, das Wasser über die Ufer.

In der Türkei verlaufen mehrere Verwerfungslinien und das Land wird immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert. Erst im Januar waren bei zwei Beben in den osttürkischen Städten Elazig und Malatya mehr als 40 Menschen getötet worden.

(bl)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.