Hürriyet

Türkei restauriert 2.700 Jahre alte urartäische Festung

30.7.2020 11:41 Uhr

Die Ayanis-Festung befindet sich auf einem Hügel mit Blick auf den Van-See. Sie wurde vor Tausenden von Jahren von dem urartäischen König Rusa II. erbaut und trägt bis heute noch eine große Bedeutung. Die Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten dauern hier bereits seit 31 Jahren an, da die Festung mit ihren Lehmziegelmauern und Steingravuren zu den prächtigsten Bauwerken des urartäischen Reiches gehört.

In diesem Jahr nimmt bei den Ausgrabung und Restaurierungen in der Region ein Team von 30 Experten unter der Leitung von Mehmet Isikli, einem Archäologie-Professor an der Atatürk-Universität, teil. Das Team wird die gravierten Steine, die noch ausgegraben werden oder bereits entdeckt wurden, an ihrer ursprünglichen Stellen im Haldi-Tempel platzieren. Der Haldi-Tempel ist eines der heiligsten Orte der Urartu-Zeit.

Das wichtige Erbe der Urartianer

Isikli teilte mit, dass sie derzeit wichtige Arbeiten ausführen, um die letzte prächtige Festung der Urartianer zu beleuchten. "Wir führen Ausgrabungsarbeiten in einem begrenzten Gebiet durch", fügte der Professor hinzu.

Gravierte Steine werden an die dazugehörigen Stellen platziert (Bild: Hürriyet)

Die historische Stätte sei eines der am besten erhalten gebliebenen Erbe der Urartianer. Laut Isikli seien der Kerntempel, die Podiumshalle und das außergewöhnliche Mauerwerk noch immer intakt.

"Besonders im Tempel gibt es Wände, die mit Ornamenten verziert sind, die als Tiefdruck auf Steinmetzarbeiten definiert sind und weltweit einzigartig sind.“ "Es gibt hier zudem Alabaster mit außergewöhnlicher Verarbeitung", sagte Isikli.

Festung soll für Touristen geöffnet werden

Nach den Restaurierungsarbeiten soll die Festung, sowie viele weitere Stätte in der Türkei auch, für den Tourismus geöffnet werden.

Isikli sagte, sie würden nun darauf abzielen, aus der Gegend bzw. aus der Festung mit Originalteilen ein Freilichtmuseum zu schaffen. Menschen sollen den Ort besuchen und die kunstvolle Arbeit der damaligen Zeit bewundern sowie von ihr lernen können.

(gi)

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