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Türkei-Reisen: TUI-Vorstandsvorsitz begrüßt Klage von Bentour gegen Zwangsquarantäne

5.10.2020 9:00 Uhr

Fritz Joussen, Vorstandsvorsitzender von TUI, hat in einem Interview mit der "Wirtschaftswoche" ausdrücklich das Vorgehen von Deniz Ugur, CEO von Bentour, gelobt. "Gut, dass jemand das macht" wird Joussen von der WiWo zitiert. Wie Hürriyet.de bereits am gesterigen Freitag berichtete, hatte Bentour diese Woche eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Schleswig per Eilantrag angestoßen, die Zwangsquarantäne bei Reiserückkehr aus Risikoländern zu kippen, wenn ein negativer PCR-Test vorliegt.

Joussen sieht, wie Deniz Ugur von Bentour, die Verhältnismäßigkeit nicht mehr gewährleistet. Bentour moniert in seinem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht anhand des konkreten Falles einer Reisenden, dass man trotz medizinischer Unbedenklichkeit, die mittels PCR-Test belegt würde, ab Mitte oder Ende Oktober bei Rückkehr aus einem Risikoland wie der Türkei in eine Zwangsquarantäne müsse. Für Bentour würde das einen enormen Verlust bedeuten, denn das Unternehmen ist seit Jahrzehnten Spezialist im Bereich der Türkei-Reisen.

Joussen sieht die Thematik identisch wie Ugur. Tests würden am Ende der Wegstrecke mehr bringen, anstatt eine pauschale Zwangsquarantäne zu verhängen. Deniz Ugur nannte den Schritt der Bundesregierung "Gift für die gesamte Touristik" und wer, wenn nicht er als CEO, sollte bessere Kenntnis über die Gefahren haben, welche durch diese Maßnahme drohen. Es stehen in Deutschland im Bereich der Touristik fünf- bis sechsstellig Jobs auf der Kippe – ganz zu schweigen von den vielen Reisebüros, die jetzt bereits in Schieflage geraten sind.

(ce)

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