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Türkei-Reise: Von Frankfurt nach Istanbul und zurück

5.7.2020 14:09 Uhr

Für die Türkei gilt zum aktuellen Zeitpunkt noch eine Reisewarnung und die Einstufung als Risikoland. Das bedeutet, wer als Reisender zurück nach Deutschland kommt, muss entweder einen negativen PCR-Test und ein dreizeiliges ärztliches Attest vorweisen, welches bestätigt, dass man frei von Corona-Symptomen ist oder man muss in eine 14-tägige Quarantäne daheim. Die beginnt mit dem Moment der Einreise. Das bedeutet, man muss auf direktem Weg zu seinem Wohnort fahren und dort die kommenden zwei Wochen bleiben. Doch wie sieht die Realität aus? Hürriyet.de hat mit einer Türkeireise den Faktencheck vorgenommen.

Die Ausreise aus Deutschland funktioniert sehr reibungslos. Zumindest am Flughafen Frankfurt fand sich bei der Ausreise ein sehr diszipliniertes Reisepublikum vor. Das heißt: Die Abstände wurden eingehalten, Masken wurden getragen. Auch auf dem Flug nach Istanbul verlief das Ganze sehr entspannt und professionell. Im eher sehr dünn besetzten Flieger trugen die Menschen ihre Masken. Hygienbeauftragte wurden nicht gesichtet, denn es gab keinerlei Gründe einzugreifen. Am Flughafen Istanbul bei der Einreise in die Türkei bot sich ein identisches Bild wie am Fraport in Frankfurt. Abstände wurden eingehalten, Masken wurden getragen. Die Wärmebildkameras waren sehr unaufdringlich platziert und ansonsten war es so wie bei jeder Einreise ins Land.

Ärztliches Attest

PCR-Test und Attest sind Pflicht

Eigentlich sollte der Rückflug am 1. Juli stattfinden, was aber auf den 2. Juli verschoben wurde. Dadurch wurde der PCR-Test zweimal gemacht – stets mit negativem Ergebnis. Einmal lag der Test dann schriftlich vor und einmal digitalisiert als Mail. Was nicht vorlag, war ein ärztliches Attest, welches bei der Einreise bestätigt, dass keinerlei Symptome auf das Coronavirus oder Covid-19 vorliegen. Das wurde am Ende dann doch zu einem "kleinen Problem". Die Ausreise aus der Türkei war wieder sehr entspannt und der Flieger mit 34 Personen in der Normalklasse und drei Personen in der Business Class nahezu leer. Auf dem Flug wurde das Merkblatt der Gesundheitsbehörden aus Hessen verteilt, damit man weiß, wie man sich zu verhalten hat.

PCR-Test

Zurück in Deutschland wurden alle vier Testergebnisse (zwei in türkischer und zwei in englischer Sprache), dem Gesundheitsamt in Frankfurt übermittelt. Da gab es dann Nachbearbeitungsbedarf, weil dieses erwähnte Attest fehlte, das der einreisenden Person "Symptomfreiheit" bescheinigt. Hektisch wurde es, denn am Freitag einen Arzt aufzutreiben, der das bescheinigt, ist nicht ganz so einfach. Doch auch das klappte und das Attest wurde an Gesundheitsamt übermittelt. Und da nach dort kommuniziert wurde, dass wir das Ganze als "Reality Check" vorgenommen hatten, bekamen wir hervorragende Hinweise, wie der beste Weg – zumindest in Hessen – sei.

Test und Attest für 14 Tage aufbewahren

Hier wies man uns darauf hin, dass man den Test zweckmäßig kurz vor der Rückreise in der Türkei machen lassen sollte, um die Quarantäne zu verhindern. Der Test muss ein PCR-Test sein. Dem zugefügt werden muss ein Attest – ein einfach Dreizeiler reicht aus – welches dem Einreisenden bescheinigt, dass man keinerlei Symptome aufweist, die auf das Coronavirus oder Covid-19 hinweisen. Das sind im Grunde acht Punkte, die abgefragt werden. Wer das hat, der reist einfach ein. Muss man Test und Attest ans zuständige Gesundheitsamt – auf den Seiten des RKI kann man abrufen, welches Gesundheitsamt für den eigenen Wohnort zuständig ist – übermitteln? Nein. Man reist ein, führt Test und Attest für 14 Tage ab der Einreise mit sich und alles ist gut. Man muss den negativen Test in Hessen nicht ans Gesundheitsamt schicken. An die Stelle wendet man sich nur, wenn man in den 14 Tagen nach Einreise Symptome verspürt. Einen Sonderstatus haben noch Menschen, die aus der Türkei nach Deutschland einreisen und in der Krankenpflege arbeiten. Die müssen für 14 Tage Masken tragen – unabhängig davon, dass der Test negativ ist.

Wir hoffen, wir haben mit dem Selbsttest ein wenig Licht ins Dunkel bringen können, wie die Situation in der Türkei ist und wie es mit der Wiedereinreise nach Deutschland läuft. Natürlich kann es Unterschiede in den verschiedenen Bundesländern geben. Auch können die Gesundheitsämter der verschiedenen Kreise ihre eigenen Angaben sehr unterschiedlich auslegen - eine Garantie, dass es bei jeder Einreise so abläuft, ist also natürlich nicht gegeben.

(ce)

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