Hürriyet

Türkei: Quarantäne-"Missachter" werden in Wohnheimen untergebracht

11.9.2020 23:00 Uhr

Die Gouverneure mehrerer Provinzen in der Türkei haben angekündigt, dass sich diejenigen, die sich nicht an die Quarantäne-Regeln halten, von nun an in Wohnheimzimmern untergebracht werden, die von der staatlichen Studenten-Institution KYK („Student Loans and Dormitories Institution“) betrieben sowie bewacht werden.

Die in den Wohnheimzimmern untergebrachten Personen müssen die Kosten für die Zimmer während ihres Aufenthalts übernehmen. Diese neue Regelung umfasst zunächst die Provinzen Kayseri, Afyonkarahisar, Sakarya, Sivas, Yozgat, Tunceli, Bartin, Karaman und Düzce.

Missachtungen führen zu vielen Corona-Ansteckungen

Die Entscheidung fiel, nachdem die Zahl der neuen Infektionen mit dem Coronavirus im Land gestiegen war. Medienberichte wiesen zuvor daraufhin, dass Menschen in der Türkei, die sich selbst hätten isolieren sollen, die Quarantäneregeln ignorierten und an Hochzeiten und anderen gesellschaftlichen Veranstaltungen teilnahmen. Beispielsweise wurden rund 500 Menschen in Istanbul wegen Missachtung der Quarantäne-Regel bestraft, nachdem sie positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden waren.

Maskentragen in der Türkei ist obligatorisch

Angesichts des raschen Anstiegs der Zahl der Corona-Fälle hat die Türkei strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus eingeführt, sodass das Tragen von Gesichtsmasken an öffentlichen Orten im Land obligatorisch ist.

(gi)

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