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Türkei: Privatsektor muss bis September 2021 Kreditsumme von 35,7 Milliarden Euro tilgen

16.11.2020 16:18 Uhr

Die gesamten ausstehenden Kredite des Privatsektors aus dem Ausland, basierend auf der Restlaufzeit, weisen Fälligkeiten in Höhe von 35,7 Milliarden Euro für die nächsten zwölf Monate bis Ende September 2021 aus, meldet die türkische Nachrichtenagentur DHA. Das geht aus den von der Zentralbank der Republik Türkei (CBRT) veröffentlichten Daten zu den ausstehenden Krediten des Privatsektors aus dem Ausland von Montag (11. November) hervor.

Die langfristigen Kredite des Privatsektors gingen im September gegenüber Ende letzten Jahres um 15,4 Milliarden Euro auf 136 Milliarden Euro zurück, während die kurzfristigen Kredite (ohne Handelskredite) im gleichen Zeitraum um 151,2 Millionen Euro auf 7,52 Milliarden Euro stiegen. Auf der Seite des Kreditnehmers verringerten sich die Kreditverbindlichkeiten der Banken in Bezug auf langfristige Kredite um 1,94 Milliarden Euro. Die Verbindlichkeiten aus Anleihen belaufen sich auf 17,4 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 546,4 Millionen Euro gegenüber Ende 2019 entspricht. Im gleichen Zeitraum verringerten sich die Darlehensverbindlichkeiten von Nichtfinanzinstituten um 1,77 Milliarden Euro. Die Verbindlichkeiten aus Anleihen beliefen sich auf 2,11 Milliarden Euro und gingen um 930 Millionen Euro zurück.

136 Milliarden Euro Verbindlichkeiten der Finanzinstitute

Die Darlehensverbindlichkeiten von Nichtfinanzinstituten gingen gegenüber Ende 2019 um 8,7 Milliarden Euro zurück. Die Verbindlichkeiten aus Anleihen beliefen sich auf 5,5 Milliarden Dollar und gingen ab September um 593,6 Millionen Euro zurück. In Bezug auf kurzfristige Kredite wurden die Kreditverbindlichkeiten der Banken mit 5,5 Milliarden Dollar umrissen, was einem Anstieg von 730,44 Millionen Euro entspricht. Die Kreditverbindlichkeiten von Nichtfinanzinstituten beliefen sich auf 1,02 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 298 Millionen Euro gegenüber Ende 2019 entspricht. Nach Ansicht des Gläubigers beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber privaten Gläubigern ohne Anleihen in Bezug auf langfristige Kredite auf 92,72 Milliarden Euro, was einem Rückgang um 13,26 Milliarden Euro gegenüber dem Ende des Vorjahres entspräche. Bei den kurzfristigen Darlehen beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber privaten Gläubigern ohne Anleihen auf 7,2 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 22 Millionen Euro gegenüber dem Ende des Vorjahres entspricht.

Bei der Aufschlüsselung nach Sektoren bis Ende September entfallen 43,8 Prozent der gesamten langfristigen Kredite in Höhe von 136 Milliarden Euro auf Verbindlichkeiten der Finanzinstitute. 56,2 Prozent bestehen aus den Verbindlichkeiten der nichtfinanziellen Institute. Im gleichen Zeitraum entfallen 84,8 Prozent der gesamten kurzfristigen Kredite in Höhe von 7,52 Milliarden Euro auf Verbindlichkeiten der Finanzinstitute. 15,2 Prozent bestehen aus Verbindlichkeiten der nichtfinanziellen Institute.

(ce)

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