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Türkei: Polizei schießt flüchtendem 18-Jährigen ins Herz

28.4.2020 10:22 Uhr

In der südlichen Provinz Adana hat ein Polizist am Montag einen 18-Jährigen ins Herz geschossen, als dieser vor Beamten flüchten wollte. Der 18-jährige syrischstämmige Ali H. starb kurz darauf im Krankenhaus. Der Polizist, der den tödlichen Schuss auf den jungen Flüchtling aus Syrien abgab, wurde vorläufig vom Dienst suspendiert.

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Der Vorfall ereignete sich am Montagmittag im Stadtbezirk Seyhan von Adana. Dort soll Ali H. die Flucht ergriffen haben, als er eine Polizeikontrolle erblickte. Nachdem er zunächst mit dem Auto die Flucht antrat, verließ er dieses später und versuchte, zu Fuß in den verwinkelten Gassen des Viertels unterzutauchen. Die Polizei verfolgte Ali H. und forderte ihn wiederholt dazu auf, stehenzubleiben. Als Ali H. nicht auf die Ansprache reagierte, gaben die Polizisten Warnschüsse in die Luft ab. Als der junge Mann daraufhin weiterlief, schoss einer der Polizisten ersten Berichten zufolge auf Ali H., der sofort zu Boden ging.

Versehentlich getroffen?

Gerufene Sanitäter begannen sofort mit lebensrettenden Maßnahmen, konnten den jungen Mann allerdings nicht mehr retten. Im Krankenhaus wurde sein Tod festgestellt.

Der Schütze wurde vom Dienst suspendiert. Wie das Gouverneursamt von Adana in einer schriftlichen Erklärung vom Dienstag mitteilte, sei der junge Mann aus Versehen getroffen worden, als die Polizisten Warnschüsse abgeben hätten wollen. Der Polizist wurde mittlerweile vom Dienst suspendiert, Ermittlungen wurden eingeleitet, so dass Gouverneursamt weiter.

(be)

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