Hürriyet

Türkei plant 150 unterirdische Staudämme

15.12.2020 9:00 Uhr

Um gegen die Dürre im Land vorzugehen plant die Türkei den Bau von bis zu 150 unterirdischen Staudämmen, erklärte der türkische Landwirtschaftsminister Bekir Pakdemirli am Montag.

"Wasser ist ein kostbarer Rohstoff und im Zuge des Klimawandels droht die Türkei zu einem Dürreland zu werden", so Pakdemirli.

Die Regierung arbeite an einem Aktionsplan, bei dem der Schwerpunkt auf dem Bau von unterirdischen Dämmen liege, sagt der Minister. Umgesetzt werden soll der Plan 2021.

Unterwasserdämme sparen 40 Prozent Wasser

Der Vorteil dieser Dämme sei, dass die Bürger nicht enteignet werden müssen und soziale Probleme ausbleiben würden. Außerdem gebe es bei unterirdischen Dämmen keine Verdampfungen.

Der Landwirtschaftsminister rief die Bürger der Türkei dazu auf, mit Wasser sparsam umzugehen, da in dem Land in 20 Jahren eine Wasserknappheit drohe.

Unterwasser-Rieselbewässerungssysteme sparen bis zu 40 Prozent und helfen, Trockengebiete für die Landwirtschaft nutzbar zu machen.

Pakdemirli appellierte an die lokalen Behörden, die Versickerungsverluste zu minimieren. Einige Bezirke könnten so 80 Prozent einsparen, betonte der Landwirtschaftsminister.

(an)

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