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Türkei plädiert für Waffenstillstand in Libyen

10.7.2020 10:43 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei hat die internationale Gemeinschaft nachdrücklich dazu aufgefordert, einen dauerhaften Waffenstillstand in Libyen zu fördern. Dieser könne aber nur unter der Schirmherrschaft der UN gelingen, so der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu bei einem eintägigen Besuch in London.

Mit seinem britischen Kollegen diskutiert er die bilateralen Beziehungen beider Länder, sowie regionale und internationale Angelegenheiten. Beide Länder sind sich einig, dass es für Libyen nur eine politische Lösung geben kann.

Lage in Libyen ist "dunkel"

Großbritannien, Deutschland und Frankreich haben in einer schriftlichen Erklärung einen Waffenstillstand in Libyen gefordert, bevor sich die Lage in dem nordafrikanischen Land verschlimmert. UN-Generalsekretär Antonio Guterres beschrieb die Lage in Libyen als "düster". "In Libyen ist die Zeit nicht auf unserer Seite", sagte er bei einer Videokonferenz: "Der Konflikt ist in eine neue Phase eingetreten, in der ausländische Einmischung ein beispielloses Ausmaß erreicht hat."

In der Zwischenzeit wollen Ankara und Moskau einen Waffenstillstand für Libyen aushandeln. Die Türkei und Russland haben dabei jedoch unterschiedliche Ansichten. Die Türkei sieht den Waffenstillstand als Teil eines umfassenderen Abkommens, das sicherstellen soll, dass Haftars Truppen ihn nicht erneut brechen.

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