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Türkei: Opferfest beginnt im Schatten von Covid-19

31.7.2020 12:22 Uhr

Menschen in der Türkei begannen mit den Feierlichkeiten des islamischen Opferfests. Doch aufgrund der aktuellen Lage durch die Corona-Pandemie warnten Behörden die Bürger, dieses Jahr einige traditionelle Festivitäten zurückzufahren.

Das Opferfest findet in diesem Jahr vom 31. Juli bis zum 3. August statt. Normalerweise wird das Fest traditionell mit Moscheegebeten, großen Familientreffen und Opfergaben von Tieren sowie mit dem Besuch älterer Menschen oder Friedhofsbesuchen begangen. Behörden und Experten für öffentliche Gesundheit haben aber die Menschen im ganzen Land dazu aufgefordert, die strengen Corona-Hygieneregeln genau zu befolgen, einschließlich des Vermeidens von Händeschütteln und Küssen von Händen („El öpme“) und des Umarmens.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte auch die Öffentlichkeit dazu aufgefordert, auf die übliche Tradition zu verzichten, ihre Opfergaben an Nachbarn oder Bedürftige zu verteilen.

Verkehr in der Türkei während den Feiertagen

Viele Fahrzeuge fuhren am Vorabend des Opferfestes in Bolu, einer Schwarzmeerprovinz zwischen Istanbul und der Hauptstadt Ankara, jedoch war die Anzahl der Fahrzeuge nicht so hoch, dass es zu einem Verkehrsstau kam.

Berichten zufolge war auf den Straßen nach Istanbul nur sehr wenig Verkehr zu verzeichnen. Der Grund: Viele Bürger, die in größeren Städten der Türkei leben, reisen während den Feiertagen entweder zu Urlaubsorten oder zu ihren Heimatdörfern und -städten, um die Familie zu besuchen. In Urlaubsorten wie Bodrum oder Antalya ist der Verkehr spürbar angestiegen. Vor allem in den zwei Tagen vor dem Opferfest reisten viele Urlauber aus den großen Städten in die Küstenregionen, um das Opferfest hier zu verbringen.

Erdogan gratuliert zum Opferfest, bedauert aber die aktuelle Lage in Mekka

Präsident Erdogan übermittelte dem türkischem Volk und der muslimischen Welt am 30. Juli auch seine guten Bayram-Wünsche und sagte, die Welt erlebe derzeit ein düsteres Fest, da Millionen von Muslimen von der Hadsch-Pilgerreise nach Mekka, einer der heiligsten Städte des Islam, ausgeschlossen wurden.

„Wenn Gott will, werden Millionen von Muslimen die Kaaba [heilige Stätte in Mekka] im nächsten Jahr besuchen und die heiligen Länder dann mit Liebe, Glück und Freude erfüllen.“

(gi)

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