imago images / Sven Simon

Türkei nimmt 510 Menschen wegen "provokanter Posts" fest

23.5.2020 21:18 Uhr

Das Innenministerium gab jüngst bekannt, dass 10.111 Konten auf den Social Media in den letzten 65 Tagen "unbegründete und provokative Beiträge zum Coronavirus geteilt“ hätten. In seiner schriftlichen Erklärung teilte das Ministerium zudem mit, dass 510 von 1105 identifizierten Verdächtigen "gefasst" worden seien.

Am 11. März meldete die Türkei als letzte große Volkswirtschaft ihren ersten offiziellen Fall einer Infektion mit dem Coronavirus. Am 7. April hatte das Ministerium bereits bekannt gegeben, dass 616 Personen, die angeblich "provokative" und "unbegründete" Beiträge auf den Social Media geteilt hatten, identifiziert und 229 von eben diesen Menschen festgenommen worden seien.

Türkei sieht geringe Fallzahlen beim Coronavirus

Am 17. März teilte das Ministerium mit, 93 Personen seien identifiziert und 19 von ihnen in Gewahrsam genommen worden. Seit dem ersten offiziell registrierten Fall in der Türkei Mitte März habe das Innenministerium nach eigenen Angaben die sozialen Medien genau beobachtet, um eine mögliche Verbreitung falscher, ungenauer und provokativer Informationen über den Ausbruch des Coronavirus Covid-19 zu verhindern.

Die neuesten Daten, welches das Gesundheitsministerium und Gesundheitsminister Fahrettin Koca kommunizierten, sagen aus, dass die Türkei Fortschritte bei der Kontrolle der Verbreitung von Covid-19 erzielen konnte. Die Zahl der täglich gemeldeten Fälle in der Türkei sank diese Woche an zwei aufeinander folgenden Tagen nach offiziellen Angaben des Gesundheitsministers unter 1.000. Am Samstag lag sie allerdings wieder über der 1000er-Grenze.

(ce)

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