DHA

Türkei: Neue Lithiumfabrik soll jährlich 20 Millionen US-Dollar an Importen einsparen

27.12.2020 14:46 Uhr

Die am 26. Dezember in der Zentralprovinz Eskisehir eingeweihte türkische Eti Maden- Lithiumproduktionsanlage soll dazu beitragen, jährlich 20 Millionen US-Dollar an Lithiumimporten einzusparen. Das sagte der türkische Minister für Energie und natürliche Ressourcen, Fatih Dönmez, während der Eröffnungsfeierlichkeiten.

"Heute ist die Türkei ein Land geworden, das Lithiumcarbonat- und Borprodukte mit eigener Technologie und Humankapital herstellen kann, indem Bor und Lithium im Abfall destilliert werden", sagte Dönmez während der Einweihungsfeier. Die anfängliche Lithiumproduktion der Anlage aus Borquellen wird in geringem Umfang von circa zehn Tonnen pro Jahr beginnen. Wenn die Anlage voll funktionsfähig ist, soll sie in den kommenden Jahren jährlich fast 600 Tonnen produzieren, was laut Dönmez die Hälfte des Lithiumbedarfs des Landes abdecken wird.


"Mit der Verwendung von im Inland hergestelltem Lithium in intelligenten Technologien wie Mobilgeräten, Computern, vor allem aber unserem inländischen Auto TOGG, werden wir einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung des Lokalisierungsgrads in der Spitzentechnologie leisten", betonte er. Das Lithium aus der Produktionsanlage soll in Komponenten des ersten im Inland hergestellten Elektroautos der Türkei unter der Leitung der türkischen Automobile Joint Venture Group (TOGG) verwendet werden.

Dönmez: "Produktionsmethode ist eine Premiere in der Welt"

Dönmez betonte, dass die Anlage Lithium aus flüssigen Abfällen filtern wird, die während des Produktionsprozesses von Bor entstehen, was eine Weltneuheit darstellen soll. "Wir haben ein Patent für diese Produktionsmethode angemeldet. Hoffentlich wird die Türkei nach der Genehmigung ein Musterland in diesem Bereich sein", sagte Dönmez. Er betonte, dass die Abfälle, die bereits im Lagerbereich aufbewahrt werden, für die Lithiumproduktion verwendet werden, wodurch der Bedarf an neuen Abfalllagerbereichen verringert wird.


"Jährlich werden in unserer Anlage 440.000 Kubikmeter flüssiger Abfälle verarbeitet, sodass wir 90 Prozent dieser Abfälle recyceln. Dank der Reduzierung der Lagerkosten für Abfälle sparen wir jährlich Lagerkosten in Höhe von 1,3 Millionen US-Dollar", sagte Dönmez. Er stellte fest, dass die Anlage auch Borax-Decahydrat produzieren wird. "Auf diese Weise wird Eti Maden, ein weltweit führendes Unternehmen in der Borproduktion, seine Kapazität noch weiter steigern", fügte Dönmez hinzu.

(ce)

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