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Türkei: Neue landesweite Corona-Maßnahmen verkündet

3.9.2020 9:21 Uhr

Nachdem der türkische Gesundheitsminister Dr. Fahrettin Koca in einer Pressekonferenz zur Corona-Wissenschaftsratssitzung verkündete, dass sich die Türkei auf dem zweiten Höhepunkt der ersten Coronavirus-Welle befinde, hat das Innenministerium reagiert und neue Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verkündet. Ab sofort dürfen Hochzeiten nur noch auf kleine Feierlichkeiten beschränkt werden, Verlobungsfeiern und andere Festivitäten werden komplett verboten.

Zuvor hatten bereits einige Provinzen, unter anderem Istanbul, ähnliche Restriktionen beschlossen. Ab Freitag, dem 4. September gilt laut einer durch das Innenministerium an alle 81 Provinzen versendeten Verordnung:

  • Hochzeiten dürfen nicht länger als eine Stunde dauern
  • Es darf kein Essen & Trinken serviert werden (außer abgepacktem Trinkwasser)
  • Es muss ein Beamter anwesend sein, der die Feierlichkeiten auf die Corona-Maßnahmen überwacht
  • Es darf nur ein Drittel der Besucherkapazität der Festsäle genutzt werden, um die Abstandsvorgaben einzuhalten
  • Bürgerinnen und Bürger über 65 Jahren und unter 15 Jahren dürfen nur an Hochzeiten teilnehmen, wenn sie in einem Verwandschaftsverhältnis ersten oder zweiten Grades zum Brautpaar stehen

Verlobungsfeiern und Henna-Nächte verboten

Während die Hochzeiten starke Einschränkungen erfahren, wurden Festivitäten wie Verlobungsfeiern, Henna-Nächte, Beschneidungen und ähnliches vorerst gänzlich verboten. Der türkische Gesundheitsminister hatte am Mittwochabend erklärt, dass der erneute Anstieg der Infektionszahlen mit Festen und anderen Menschenansammlungen zu erklären sei. Ausgangssperren seien jedoch vorerst – auch nicht in der Hauptstadt Ankara, wo die höchsten Neuanstiege verzeichnet werden - geplant.

(be)

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