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Türkei: Neue Corona-Maßnahmen für Friseursalons und Supermärkte

10.7.2020 17:34 Uhr

Der Kampf gegen das Coronavirus ist noch nicht vorbei – auch nicht in der Türkei. Jetzt veröffentlichte das türkische Gesundheitsministerium neue Vorgaben für Friseur- und Beautysalons sowie für Supermärkte, um die Verbreitung des Sars-CoV-2-Virus weiter einzudämmen.

Regelungen für Friseur- und Beautysalons

Wie aus dem aktualisierten Leitfaden für Corona-Maßnahmen in Friseur- und Beautysalons ersichtlich wird, dürfen Kunden nur alleine und mit Termin eintreten. Kinder oder andere Begleitpersonen müssen zuhause bleiben. Bei Betreten des Geschäfts darf den Kunden nicht die Hand gereicht werden oder anderer körperlicher Kontakt stattfinden.

Noch sind nicht viele Kunden da (Bild: dha)

Es muss, wenn möglich, auf Wegwerf-Produkte zurückgegriffen werden. Ist dies nicht möglich, müssen die benutzten Materialien sofort gründlich gereinigt und desinfiziert werden, bevor der nächste Kunde damit behandelt wird.

Um nach dem Kundenbesuch den Arbeitsplatz und Arbeitsgeräte zu reinigen, muss zwischen jedem Kunden eine zwanzigminütige Pause eingerechnet werden.

Mitarbeiter des Friseur- oder Beautysalons sind dazu angehalten, ihre persönlichen Smartphones vor Arbeitsbeginn im Mitarbeiterzimmer zu deponieren und nicht in die Geschäftsräume mitzunehmen.

Um eine Tröpfcheninfektion zu vermeiden, sollen Kunden und Mitarbeiter nicht nur eine Schutzmaske tragen, sondern auch Gespräche auf ein Minimum beschränken. Ebenso sollen Geräte wie Haartrockner, die die Luft aufwirbeln, wenn möglich nicht in die Richtung anderer Kunden gehalten werden oder am besten in einem abgetrennten Bereich durchgeführt werden.

Produkte, die zum Verkauf angeboten werden, sollen am besten in Schaukästen oder aber durch Scheiben getrennt aufgestellt werden.

Regelungen für Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte

Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte müssen von nun an dafür sorgen, dass einer ihrer Mitarbeiter als Ansprechpartner bei Fragen zum Coronavirus und den Maßnahmen hierzu verfügt. Der Ansprechpartner muss sich dementsprechend mit dem Thema auseinandersetzen, um Fragen in Bezug auf die Situation im Geschäft zufriedenstellend antworten zu können.

Weiterhin gilt die Regel, dass sich nicht mehr als ein Kunde auf vier Quadratmetern aufhalten darf. Lebensmittel, bei denen es möglich ist, sollen bereits vor Geschäftsöffnung in handelsüblichen Portionen abgepackt werden.

Um kein falsches Gefühl der Sicherheit zu erwecken, wird Angestellten nicht mehr vorgeschrieben, bei der Arbeit Handschuhe zu tragen. Hiervon ausgenommen sind Mitarbeiter, die mit offenen Lebensmitteln in Kontakt kommen, Metzger und Mitarbeiter in der Gemüseabteilung. Die Handschuhe dürfen nur mit Lebensmitteln in Kontakt kommen – es darf also beispielsweise nicht erst behandschuht Lebensmittel und danach Geld in die Hand genommen werden.

Die Einkaufsbänder an der Kasse müssen mindestens drei Mal täglich desinfiziert und gereinigt werden.

(be)

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