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Türkei: Nationaler Sicherheitsrat bespricht regionale Entwicklung

4.6.2020 0:02 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei ist bereit, ihre Rechte und Interessen im Mittelmeerraum weiterhin kompromisslos zu schützen, wie der Nationale Sicherheitsrat des Landes am 2. Juni mitteilte.

"Auch wenn sich einige Akteure im Mittelmeerraum gegen die Türkei verbündet haben, wird die Türkei ihre Rechte und Interessen an Land, zur See und in der Luft ohne Kompromisse fortsetzen", so Recep Tayyip Erdogan. Die Türkei wird weiterhin ein Sicherheitsgarant für die türkische Republik Nordzypern sein. Deswegen kritisierte Ankara vehement die einseitigen Bohrungen der griechisch-zypriotischen Regierung im östlichen Mittelmeer. Ankara steht auf dem Standpunkt, dass auch der türkische Teil Zyperns Rechte an den Ressourcen in der Region habe.

Als Reaktion auf die Annexion Zyperns durch Griechenland kam es zu einem Aufstand und die Türkei musste 1974 als Schutzmacht intervenieren. 1983 wurde das türkische Zypern gegründet.

Syrien

Der Nationale Sicherheitsrat wolle auch den Kampf gegen den Terrorismus sowohl im In- als auch im Ausland fortführen. Man nehme die Verpflichtung ernst, die territoriale Integrität Syriens zu schützen und die Region von terroristischen Elementen zu säubern. Dies sei die Grundvoraussetzung, damit die Flüchtlinge in ihre syrische Heimat zurückkehren können, so der Rat.

Seit 2016 hat die Türkei drei erfolgreiche Anti-Terror-Operationen über ihre Grenze in Nordsyrien gestartet. Damit solle die Bildung eines Terrorkorridors verhindert werden und eine friedliche Besiedelung durch die Einheimischen ermöglicht werden.

Libyen

Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen in Libyen sagte der Rat, dass die Türkei weiterhin die legitime Regierung in Tripoli militärisch beraten werde. Diese werde seit April 2019 von den Streitkräften des abtrünnigen Generals Khalifa Haftar herausgefordert.

Sonstiges

Ebenfalls Themen waren die Bereiche Gesundheit, Wirtschaft, Ernährung, Technologe und öffentliche Ordnung, sowie der Kampf gegen das Coronavirus.

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