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Türkei nach der viertägigen Corona-Ausgangssperre

27.4.2020 11:41 Uhr, von Andreas Neubrand

Sonntag um Mitternacht hob die Türkei die viertägige Ausgangssperre auf, die in 31 Provinzen verhängt worden war, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Es war das dritte Wochenende in Folge, an dem die Bevölkerung aufgerufen wurde, zuhause zu bleiben. Dieses Mal umfasste es auch den Nationalfeiertag am 23. April.

"Unsere Bürger haben die Ausgangssperren in den 31 Provinzen im Großen und Ganzen eingehalten und sind in ihren Häusern geblieben", sagte das Innenministerium in einer Erklärung. "Gegen 35.422 Personen wurden Gerichts- oder Verwaltungsverfahren eingeleitet. Diese Personen wurde bei dem Verstoß gegen die Ausgangssperre aufgegriffen. Die Ausgangssperre trat am 22. April um 0.00 Uhr in Kraft und endete am 26. April um 20.00 Uhr", so das Ministerium.

Maskenschutz und Distanz

Auch in 177 Siedlungen und 44 weiteren Städten endete die Quarantäne am 26. April. Das Ministerium betonte, dass die Vorschriften zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus stark überwacht werden. Dazu gehöre Maskenpflicht und die Einhaltung der Distanz zu anderen Menschen auf Märkten, Plätzen und Straßen.

Fastenbrechen im Ramadan 2017 (oben) und 2020 (unten) nahe der Blauen Moschee (Quelle: Erdim Sahin).

Die Ausgangssperre wurde in der Hauptstadt Ankara, sowie in den Städten Adana, Antalya, Aydin, Balikesir, Bursa, Denizli, Diyarbakir, Erzurum, Eskisehir, Gaziantep, Hatay, Istanbul, Izmir, Kahramanmaras, Kayseri, Kocaeli, Konya, Malya und in den Provinzen Mardin, Mersin, Mugla, Ordu, Sakarya, Samsun, Ianliurfa, Tekirdag, Trabzon, Van und Zonguldak durchgeführt.

Vor der ersten Ausgangssperre waren 35 Prozent der Corona-Fälle in der Türkei 65 Jahre oder älter. Seitdem ist der Prozentsatz auf 18 Prozent gesunken.

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