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Türkei: Mysteriöser US-Amerikaner setzt Goldfische in Konya aus und sorgt für Terroreinsatz

6.6.2020 13:36 Uhr

Manchmal schreibt das Leben die seltsamsten Geschichten. So wie in Konya in der Türkei, wo nun ein 60-jähriger US-Amerikaner nach Ankara gebracht wurde, um von dort aus ausgewiesen zu werden. Der Mann wurde am 27. April dabei gefilmt, wie er in einem Stausee rund 20 Goldfische aussetzte – was verboten ist. Doch bei den Ermittlungen kam noch viel mehr ans Tageslicht.

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Juall soll sich seit 2015 in der Türkei befinden und ist in dieser Zeit mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt geraten. So wurden in seinem Hotel in Istanbul vor einiger Zeit Materialien gefunden, die zur Herstellung von Bomben genutzt werden können. In dem gleichen Hotel soll der Mann eine Angestellte sexuell belästigt haben. Juall wurde für diese Vergehen zu einer Haftstrafe von 7 Jahren und sechs Monaten verurteilt, aber - mit einer Ausreisesperre versehen - vorzeitig entlassen.

Goldfische im See ausgesetzt

Danach soll Juall nach Konya gezogen sein, wo er in verschiedenen Hotels gelebt haben soll. Am 27. April dann setzte sich der Mann in ein Taxi und bat den Fahrer, zum Beysehir See zu fahren. Auf dem Weg dorthin bat er den Fahrer, am Altinapa Stausee 14 Kilometer vor der Stadt zu halten. Juall stieg aus und ging ans Ufer, wo er 20 Fische in einer Plastiktüte aus seinem Rucksack zog und sie im See freiließ. Der Taxifahrer, dem dies verdächtig erschien, nahm die Szene auf und teilte sie auf den sozialen Medien.

Für dieses Vergehen wurde Chester Juall zu einer Geldstrafe von 10.000 Lira verdonnert (rund 1330 Euro). Doch damit endete die seltsame Geschichte um den US-Amerikaner nicht.

"Bombe"..."Explosion"...

Am 23. Mai wurde Juall im Stadtzentrum von Konya von Anti-Terror-Einheiten aufgegriffen, nachdem ihm vorgeworfen wurde, am Telefon Worte wie "Bombe", "Explosion" und "Container" gesagt zu haben. Doch nachdem die Beamten keine verdächtige Situation feststellen konnten, schickten sie Juall in sein Hotel. Aber bereits am nächsten Tag standen die Beamten wieder vor seiner Türe, diesmal um ihn nach Ankara zu bringen, von wo aus er ausgewiesen werden soll.

Wie die Demirören Nachrichtenagentur weiterhin berichtet, soll der Mann öfter dabei gesehen worden sein, wie er "widersprüchliches Verhalten" an den Tag gelegt und beispielsweise Selbstgespräche geführt haben soll.

(be)

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