DHA

Türkei: Mutter trifft Polizistin, die Geburtshilfe leistete

23.8.2020 13:35 Uhr

Eine Polizistin half einer hochschwangeren Frau am 20. August bei der Geburt an einem Kontrollpunkt in der südlichen Provinz Adana. Die Wehen hatten eingesetzt und die Schwangere konnte es nicht mehr ins Krankenhaus schaffen. Hüsne A., die schwangere Frau und Mutter von vier Kindern, war mit ihrem Ehemann auf dem Weg ins Krankenhaus. Dort half dann die Polizistin Demet Cubukcu bei der Entbindung. Nun trafen sich Geburtshelferin und Mutter wieder.

Polizistin Cubukcu rief sofort einen Krankenwagen, aber nachdem die Wehen so weit fortgeschritten waren, beeilte sie sich, das Baby zur Welt zu bringen. Als die Ärzte kamen, konnten sie die Mutter und den Säugling zur Kontrolle ins Krankenhaus bringen. "Ich habe den Krankenwagen gerufen, aber es war zu spät, da die Frau aussah, als könnte sie jederzeit gebären. Sie wissen, ich bin eine Polizistin und dafür eigentlich nicht ausgebildet. Ich war schockiert. Aber ich bin meinen Instinkten gefolgt", sagte die Polizistin.


"Wir haben nur gezeigt, dass die türkische Polizei immer in der Öffentlichkeit ist", fügte Cubukcu hinzu. Nachdem sie einen Tag später aus dem Krankenhaus entlassen worden war, ging Aslan mit ihrem kleinen Mädchen zum selben Kontrollpunkt, um Cubukcu zu treffen und ihr für die Hilfe zu danken. Hüsne A. sagte zu Polizistin Cubukcu, sie habe das Neugeborene nach ihr benannt - Demet. "Das ist eine Überraschung für mich. Als ich das Baby zum ersten Mal hielt, hatte ich Angst, weil sie nicht weinte. Als ich ihr auf den Hintern schlug und ihren ersten Schrei hörte, war ich so stolz. Ich bin so glücklich, dass sie Demet heißt “, sagte die Beamtin.

Belobigung von der Polizeibehörde

Die Polizeibeamtin erhielt vom Polizeichef der Provinz, Dogan Inci, eine Leistungsbescheinigung, in der er sagte: "Unsere Beamten arbeiten rund um die Uhr für den Dienst am Bürger. Dieser Vorfall ist das perfekte Beispiel." Cubukcu sagte dazu bei der Übergabe der Belobigung, während sie ihrem Dienstherrn dankte: "Ich habe die Frau mit ihren Schmerzen gesehen und habe ihr sowohl als Frau als auch als Polizei geholfen." Die Polizistin wurde zu einer Art Nationalheldin, nachdem der Vorfall die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen hatte.


Die Polizistin, selbst Mutter von zwei Kindern, sprach mit einem Fernsehsender und sagte: "Es ging dabei um das Leben von Mutter und Kind. Dies ist das erste Mal, dass ich so etwas mache. Aber ich muss sagen, ich würde das Gleiche tun, wenn ich wieder in eine ähnliche Situation kommen würde. Als Polizistin muss ich tun, was getan werden muss." Aybüke, die Tochter der Polizistin, sagte: "Ich bin stolz auf meine Mutter."


(ce)

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