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Türkei: Mindestens vier Tote, zehn Vermisste nach Überschwemmungen in Giresun

23.8.2020 12:13 Uhr

Laut offiziellen Angaben kamen am 23. August in der türkischen Schwarzmeerprovinz mindestens vier Menschen bei Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen ums Leben. Zehn Menschen gelten weiterhin als vermisst, 133 konnten bis jetzt gerettet werden. Dies verkündete der türkische Innenminister Süleyman Soylu am Sonntagmorgen.

Soylu erklärte weiter: "133 Bürger konnten bereits gerettet werden. In einem Festsaal warten weitere Personen auf die Rettung." Die Gäste einer Hochzeit in Distrikt Dereli würden seit mehreren Stunden auf die Rettungskräfte warten, seien aber sicher. Straßen zu 188 Dörfern in der Umgebung mussten geschlossen werden. Der Innenminister erklärte, dass man sich gemeinsam mit Forst- und Landwirtschaftsminister Bekir Pakdemirli nicht nur um die Rettungsmaßnahmen kümmern würde, sondern auch Ursachenforschung betreibe, wie es zu einer solch verheerenden Katastrophe habe kommen können.

Von den Fluten mitgerissen

Fünf Jandarma-Beamte sowie ein Baggerfahrer seien mit den Fluten mitgerissen worden, nachdem ein fünf Meter hoher Durchlass aufgrund der Überschwemmungen zusammengebrochen ist. Die Suche nach ihnen und weiteren Vermissten läuft mit Hochdruck. Meteorologen warnen auch am 23. August in den Distrikten Canakci, Görele und Dogankent vor heftigen Regenfällen.

Minister Pakdemirli: "So eine Naturkatastrophe habe ich noch nie gesehen"

Landwirtschafts- und Forstminister Bekir Pakdemirli erklärte am Sonntag: "Wir sind mit allen Regierungsorganisationen vor Ort. Aber es ist das erste Mal, dass ich solche Überschwemmungen, solch eine Katastrophe sehe. Der Wasserpegel der Stadt hat sich verändert, im Gegensatz zu gestern liegt er heute zwei bis drei Meter höher, wie wir an Straßenschildern und bis zur Decke vollgelaufenen Geschäften sehen können."

Die Rettungsarbeiten wurden mit der Morgendämmerung am Sonntag wieder aufgenommen.

(be/dha)

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