DHA

Türkei: Mann tötet vermeintlichen Nebenbuhler in Antalya

17.5.2020 11:35 Uhr

In der Kreisstadt Manavgat in der Provinz Antalya – rund 75 Kilometer von Antalya selbst entfernt – kam es zu einer schrecklichen Bluttat. Ein Mann, von dem nur die Abkürzung N. A. bekannt ist, hat seinen vermeintlichen Nebenbuhler M. A. K. mit einer Schrotflinte hinterrücks durch dessen Wagen angeschossen und dabei tödlich verletzt. M. A. K. hatte sich mit einem weiblichen Fake-Profil an die Frau des N. S. herangemacht und ihr eindeutige Nachrichten geschrieben. Das Ganze ist letztlich bei einem fingierten Treffen eskaliert.

M. A. K hatte sich vor rund einer Woche auf den Social Media ein weibliches Fake-Profil angelegt. Mit dem Profil schickte er der Frau von N.S. eine Freundschaftsanfrage. Als sie sah, dass der Account viele Freunde mit ihr teilt, nahm sie diese Anfrage an. Der später getötete M. A. K. begann jedoch, der Frau eindeutige Avancen zu machen und sie zu belästigen. Das junge Belästigungsopfer teilte das ihrem Mann mit, der ab dann den Account seiner Frau "übernahm". Ziel von N. S. war es, den Mann hinter dem Frauen-Account, also M. A. K., transparent zu machen und wohl auch zu konfrontieren. Daraus entstand wohl die Idee des eifersüchtigen Ehemannes N. S., besagten M. A. K. auf einen Spielplatz einzuladen.

Nebenbuhler von hinten erschossen

M. A. K. folgte der Einladung und steuerte mit seinem Wagen einen Park im Bezirk Gültepe an. Dort "roch er schnell den Braten" und bemerkte, dass er "ausgetrickst" worden ist. Schließlich stand dort der Ehemann N. S. und nicht die erwartete Frau. M. A. K. wollte der Situation entkommen und hielt mit seinem Wagen auf N. S. zu, der jedoch auswich. Stattdessen schoss N. S. mit der mitgeführten Schrotflinte von hinten auf das Auto des flüchtenden NS. Mehre Male traf er wohl das Fahrzeug – und den flüchtenden M. A. K. in den Körper und den Kopf.


Schwer verletzt setzte M. A. K. seine Flucht für rund zwei Kilometer fort. An einer Tankstelle bat er um Hilfe und brach blutend zusammen. Eilig herbeigerufene Rettungssanitäter starteten die Erstversorgung des Schwerverletzten und brachten ihn danach wegen der Schwere der Verletzung ins Universitätskrankenhaus nach Antalya. Dort verstarb M. K. A. trotz der zeitnahen ärztlichen Hilfe aufgrund der Schwere der Schussverletzungen.

Täter bestreitet eine geplante Tötung des Nebenbuhlers

Der Täter N. S., der später von der Gendarmerie in der Nähe seines Wohnsitzes festgenommen wurde, leistete bei der Verhaftung keinerlei Widerstand. Er sagte aus, er habe den Mann nicht gekannt, den er kurz zuvor erschossen habe. Zudem hätte es vorher keinerlei Feindseligkeiten zwischen beiden Männern gegeben. Er hätte auch keine Absicht gehabt, den Nebenbuhler zu verletzen.


Dem widerspricht jedoch die Tatsache, dass er zu dem Treffen, welches er eingeleitet hatte, eine geladene Schrotflinte mitbrachte. Er sei erst wütend geworden, so teilte es N. S. der Polizei in einer ersten Befragung mit, als M. A. K. mit dem Fahrzeug auf ihn zugehalten hätte. Das hätte ihn dann zu den Schüssen veranlasst. Nach den ersten Verhören bei der Polizei wurde N. S. ans Gericht überstellt.


(ce)

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