DHA

Türkei: Mann erschießt schwangere Ehefrau in Konya vor den drei Kindern

17.12.2020 17:30 Uhr

In der Türkei ist ein erneuter Femizid zu beklagen. Ali Riza Y. (35), der gestern in Konya seine hochschwangere Frau Sadife Y. (35) mit einer Schrotflinte vor ihren drei Kindern im Bezirk Cumra erschoss, hat sich vor Gericht zu den Tatvorwürfen eingelassen. Der Mann, der als gewalttätig bekannt war, sagte, man habe eine Meinungsverschiedenheit gehabt und er habe daraufhin seine Frau, die im sechsten Monat schwanger war, mit einer Schrotflinte erschossen, wie die Nachrichtenagentur Demirören (DHA) berichtet.

Der Femizid ereignete sich am gestrigen Mittwoch (16. Dezember) gegen 12 Uhr Ortszeit (10 Uhr MEZ) im Stadtteil Dineksaray im Bezirk Cumra von Konya. Der Landwirt Ali Riza Y. erschoss seine im sechsten Monat schwangere Frau Sadife Y. mit einem Schrotgewehr vor ihren drei Kindern im Alter zwischen 9 und 12 Jahren während eines Streites, wie er vor Gericht angab. Sadife Y., die von den Schrotkugeln im Brustbereich getroffen wurde, verstarb noch am Tatort.

Das schwangere Opfer war ständiger Gewalt des Mannes ausgesetzt

Nach der Tat rief Ali Riza Y. seinen Vater an und sagte, er habe seine Frau getötet. Y. Senior rief die Gendarmerie an, nachdem er am Tatort angekommen war und berichtet den Beamten von der Tat seines Sohnes. Von den Beamten befragt und auch vor Gericht gab Y. an: "Es gab Meinungsverschiedenheiten zwischen uns. Wir haben gestritten und ich habe sie dann mit einem Gewehr geschossen."

Die drei Kinder des Paares zwischen 9 und 12 Jahren wurden unter staatlichen Schutz gestellt und in ein Kinderheim verbracht. Der Todesschütze wurde von der Gendarmerie noch am Tatort festgenommen und befindet sich wegen Mordes in Untersuchungshaft. Sadife Y. wurde nach der Autopsie auf dem Friedhof in der Nachbarschaft beigesetzt. Wie die Behörden berichteten, war Sadife Y. ständiger Gewalt von ihrem Ehemann ausgesetzt. Den Berichten nach hatte sie mehrmals versucht, ihren Mann zu verlassen und Zuflucht bei ihrer Mutter gesucht. Im Juli 2018 hatte sie gegen ihren gewalttätigen Ehemann bereits eine Schutzanordnung für 15 Tage erwirkt.

(ce)

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