Hürriyet

Türkei, Malta und Libyen intensivieren Zusammenarbeit

9.8.2020 14:24 Uhr

Die Türkei, Malta und Libyen wollen in Zukunft ihre Zusammenarbeit intensivieren. Darauf verständigten sich der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu, sein maltesischer Amtskollege Evarist Bartolo und der libysche Premierminister Fajes Serradsch bei einem Treffen in der libyschen Hauptstadt Tripolis.

So soll die Rückkehr maltesischer und türkischer Unternehmen in Libyen erleichtert werden und Flüge zwischen den drei Ländern nach Lockerung der Corona-Maßnahmen wieder aufgenommen werden. Vor allem aber ging es bei dem Gespräch um die politische Lage in dem vom Bürgerkrieg gebeutelten Libyen und um die Probleme des Landes mit der illegalen Einwanderung von Flüchtlingen.

Cavusoglu nimmt die EU in die Pflicht

Cavusoglu, Bartolo und Serradsch unterstrichen die Notwendigkeit, die südliche Grenze von Libyen noch besser zu schützen, um so den Menschenhandel effektiver zu bekämpfen. Denn die illegale Einwanderung sei nicht nur ein Problem für Libyen, sondern auch für die Europäische Union (EU).

Dabei nahm Cavusoglu die EU in die Pflicht, Libyen noch stärker zu helfen. "In dem Land halten sich derzeit 800.000 Migranten auf. Kein Land versteht Libyen wohl besser als die Türkei. Eine intensive Zusammenarbeit zwischen der EU und Libyen könnte ausschlaggebend sein", sagte der Minister.

"Wir schaffen Stabilität und Sicherheit"

In dem Zusammenhang unterstrich Cavusoglu nochmals die Unterstützung der Türkei für die Einheitsregierung in Tripolis, die auch von der EU offiziell anerkannt wird. "Es gibt keine militärische Lösung für die libysche Krise. Durch die Unterstützung von Fajes Serradsch schaffen wir aber Stabilität und Sicherheit, wodurch hoffentlich auch wieder Frieden erreicht werden kann.“

(mb)

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