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Türkei liefert bis 2022 Bauteile für F-35-Kampfjets

2.7.2020 9:44 Uhr, von Andreas Neubrand

Die USA werden bis 2022 weiterhin auf Komponenten aus der Türkei angewiesen sein, um ihre F-35-Kampfflugzeuge zu bauen, berichtet Bloomberg unter Berufung auf einen Beamten des Pentagons.

Obwohl es der Türkei nach dem Kauf des russischen Luftverteidigungssystems S-400 immer noch verboten ist, F-35-Flugzeuge zu kaufen, müssen die vertraglichen Vereinbarungen eingehalten und die Lieferungen von Teilen akzeptiert werden.

Kostspielige Vertragsbedingungen vermeiden

Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Oberstleutnant Mike Andrews, sagte, man wolle dabei "kostspielige und verschwenderische Vertragsbedingungen vermeiden."

Er fügte hinzu, dass die USA alternative Quellen "für die in der Türkei hergestellte Teile geprüft habe und diese verwenden werde, wenn die Verträge mit Ankara auslaufen."

Türkei führend in Luftfahrt

Türkische Firmen zählen weltweit zu den führenden Luftfahrtunternehmen. Laut einer Analyse von Bloomberg aus dem Jahr 2018 waren 10 türkische Unternehmen dabei F-35-Teile im Wert von rund 12 Milliarden US-Dollar herzustellen.

Nach Angaben des Pentagon produzieren türkische Unternehmen 817 Bauteile der rund 24.000 Flugzeugteile und 188 der rund 3.000 Triebwerksteile. Doch weil die Türkei das russische Raketenabwehrsystem S-400 gekauft hat, wurde das Land von den neuen Lieferungen des F-35-Kampfjets ausgeschlossen. Die USA fürchten, dass Russland mithilfe des Systems die Nato ausspionieren könne. Laut Ankara stellt das neue S-400-System allerdings keine Bedrohung für das transatlantische Bündnis dar.

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