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Türkei: Laut Imamoglu hat Coronavirus Istanbul 645 Millionen Euro gekostet

25.6.2020 8:57 Uhr

Der Ausbruch des Coronavirus hat weltweit wirtschaftliche Trümmerfelder hinterlassen. So wohl auch in der Türkei und in der Metropole Istanbul am Bosporus, einem der türkischen Hotspots von Covid-19. Dort sollen die Kosten der Pandemie laut Bürgermeister Ekrem Imamoglu von der CHP bei rund fünf Milliarden Lira (circa 645,16 Millionen Euro) liegen, berichtet Hürriyet Daily News.

Die Kosten könnten bei einer zweiten Welle auf über 6,5 Milliarden Lira (838,7 Millionen Euro) steigen, sagte Imamoglu am 23. Juni bei einem Treffen anlässlich seines ersten Amtsjahres. "Der Ausbruch hat sich sehr negativ auf die Finanzstruktur der Gemeinde ausgewirkt. Leider hat die Coronavirus-Krise in unserem ersten Amts-Jahr ihre Spuren hinterlassen, genau wie in anderen Städten und Ländern “, sagte Imamoglu. Das Einkommen der von der Gemeinde betriebenen öffentlichen Verkehrsmittel und kulturellen Dienstleistungen ging nach Angaben des Bürgermeisters auf rund 10 Prozent der Zeit vor der Pandemie zurück und machte den größten Teil der Belastung des Stadtbudgets aus.

Das Goldene Horn soll sauber werden

Imamoglu wurde letztes Jahr bei einer Wiederholung der Wahlen am 23. Juni gewählt, nachdem der Oberste Wahlrat (YSK) erklärt hatte, die ersten Wahlen am 24. März seien durch Unregelmäßigkeiten beeinträchtigt worden. Am 23. Juni gewann der Bürgermeister der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP) mit überwältigender Mehrheit gegen seinen Widersacher Binali Yildirim von der regierende AKP. "Als wir ins Amt kamen, hatte die Gemeinde nicht einmal Geld, um die Gehälter der Menschen zu bezahlen", sagte er und fügte hinzu, dass durch die Kürzung der finanziellen Unterstützung für einige Stiftungen und Verbände 700 Millionen Lira (90,32 Millionen Euro) in den Kassen der Gemeinde blieben.

Imamoglu teilte ebenso mit, dass es einen Zeitplan mit Vorgehensweisen geben würde, um das Goldene Horn sauber zu halten. "Die Reinigung des Grundes vom Goldene Horn ist im Gange. Wir pumpen jeden Tag 300.000 Kubikmeter Wasser vom Bosporus nach Halic", sagte der Bürgermeister. Das Thema Sauberkeit des Goldenen Horns ist seit Jahren ein heißes Thema in politischen Debatten. Später am Tag, nach den heftigen Regenfällen, wurde Imamoglu CNN Türk befragt, ob er irgendwelche Vorkehrungen gegen derartige "Superzellen" mit heftigsten Regenfällen getroffen habe. Imamoglu antwortete: "Wie Sie wissen, können wir den Regen nicht aufhalten - aber Sie müssen ihn bei denen nachfragen, die in den letzten 25 Jahren keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben. Wir werden dies im Laufe des Sommers lösen."

(ce)

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