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Türkei: Kurzfristige Auslandsverschuldung stieg von Januar bis September um 8,8 Prozent

17.11.2020 18:43 Uhr

Die kurzfristigen Auslandsschulden stiegen Ende September gegenüber Ende 2019 um 8,8 Prozent auf 133 Milliarden Euro, meldet die Nachrichtenagentur DHA. Dabei bezieht sich die Agentur auf Datensätze, die von der Zentralbank der Republik Türkei (CBRT) am Dienstag (17. November) veröffentlicht wurden.

In diesem Zeitraum stieg besonders der kurzfristige Auslandsschuldenbestand der Banken um 1,9 Prozent auf 48,1 Milliarden Euro und der kurzfristige Auslandsschuldenbestand anderer Sektoren verringerte sich um 4,8 Prozent auf 47,1 Milliarden Euro. Die kurzfristigen Devisenkredite der Banken aus dem Ausland stiegen um 21,4 Prozent auf 7,83 Milliarden Euro. Die Deviseneinlagen gebietsfremder Banken (mit Ausnahme des Bankensektors) bei gebietsansässigen Banken verzeichneten einen Rückgang von 13,06 Milliarden Euro, was 5,5 Prozent etnspricht. Darüber hinaus stiegen die türkischen Lira-Einlagen von Ausländern um 8,7 Prozent und verzeichneten 12,47 Milliarden Euro.

43,2 Prozent der Auslandsschulden in US-Dollar

Handelskredite aufgrund von Importen aus anderen Sektoren verzeichneten 42,71 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 0,1 Prozent gegenüber Ende 2019 entspricht. Von Seiten der Kreditnehmer stieg die kurzfristige Verschuldung des öffentlichen Sektors, der aus öffentlichen Banken besteht, um 4,7 Prozent auf 22,07 Milliarden Euro und die kurzfristige Verschuldung des privaten Sektors verringerte sich um 3,3 Prozent auf 73,12 Milliarden Euro gegenüber Ende 2019. Von Seiten der Gläubiger stieg die kurzfristige Verschuldung gegenüber Geldinstituten unter dem Posten der privaten Gläubiger um 27,0 Prozent auf 48,44 Milliarden Euro und die kurzfristige Verschuldung gegenüber nicht monetären Instituten verringerte sich um 2,0 Prozent auf 63,94 Milliarden Euro. Die kurzfristigen Anleiheemissionen beliefen sich Ende September auf 423 Millionen Euro, was einem Anstieg von 57 Millionen Euro gegenüber Ende 2019 entspricht. Im gleichen Zeitraum verzeichneten die kurzfristigen Schulden gegenüber offiziellen Gläubigern 87 Millionen Euro.

Ende September bestand die Währungsaufschlüsselung der kurzfristigen Auslandsschulden aus 43,2 Prozent US-Dollar, 29,0 Prozent Euro, 12,3 Prozent türkischer Lira und 15,5 Prozent anderen Währungen. Kurzfristige Auslandsschulden auf der Basis der Restlaufzeit, berechnet auf der Grundlage der Auslandsschulden, die innerhalb eines Jahres oder weniger in Bezug auf die ursprüngliche Laufzeit fällig werden, verzeichneten 153,74 Milliarden Euro. Auf der Seite der Kreditnehmer entfielen 22,6 Prozent auf den öffentlichen Sektor, 11,5 Prozent auf die Zentralbank und 65,9 Prozent auf den privaten Sektor.

(ce)

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