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Türkei kritisiert USA wegen ihrer Zypern-Entscheidung

10.7.2020 13:09 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei hat die USA dafür kritisiert, dass sie den griechischen Teil Zyperns in ihr internationales militärisches Aus- und Weiterbildungsprogramm aufgenommen hat.

"Initiativen, die das Gleichgewicht zwischen den Parteien nicht einhalten, werden nicht zur Stabilisierung des Umfelds auf der Insel beitragen. Außerdem gefährden sie den Frieden im östlichen Mittelmeerraum", so der Sprecher des türkischen Außenministeriums, Hami Aksoy.

Türkei unterstützt Haltung der Türkischen Republik Nordzyperns

Die Türkei unterstützt in dieser Frage die Haltung der Türkischen Republik Nordzypern, heißt es weiter in der Erklärung: "Solche Schritte helfen nicht, das Zypernproblem zu lösen, sondern stärken nur die Meinung Griechenlands."

"Das Außenministerium beabsichtigt Zypern Mittel für internationale militärische Aus- und Weiterbildung zur Verfügung zu stellen, sofern der Kongress die Mittel dafür bereitstellt", so der amerikanische Außenminister Mike Pompeo in einer Erklärung.

Auch türkischer Teil Zyperns kritisiert die USA

Kritik an diesem Plan kam auch aus dem türkischen Teil Zyperns. "Es ist unverständlich, wie die regionale Stabilität durch bilaterale militärische Programme zwischen den USA und nur einem Teil von Zypern gestärkt werden kann. Viel sinnvoller wäre ein umfassender Dialog, der alle Seiten einschließt", so der Präsident des türkischen Zyperns.

"Die USA würden eher zu regionalen Stabilität beitragen, wenn sie beide Seiten militärisch unterstützen würden und so zu einem ausbalancierten und konstruktiven Dialog einladen", heißt es weiter in der Erklärung.

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