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Türkei kritisiert "Schmierenkampagne" Armeniens

17.7.2020 8:36 Uhr, von Andreas Neubrand

Das türkische Außenministerium warf am 16. Juli Armenien vor, eine "Schmierenkampagne" gegen das Land zu führen.

Die armenische Außenpolitik basiere auf "Verleumdung" und werde sich nicht auszahlen. "Mit diesem einseitigen Blick auf die Geschichte versuche Armenien lediglich seine eigene rechtswidrige Aggression zu rechtfertigen", so das Außenministerium. Außerdem pflege Armenien einen "aggressiven Nationalismus".

Elf tote aserbaidschanische Soldaten

Bei den jüngsten Zusammenstößen an der Grenze zu Armenien wurden elf Soldaten aus Aserbaidschan getötet und vier verletzt. Bei den Vergeltungsmaßnahmen kamen fast 100 armenische Soldaten ums Leben.

Da die Türkei sich klar gegen Armenien und für Aserbaidschan ausgesprochen hat, kann sie nicht an dem internationalen Prozess zur Beilegung des Berg-Karabach-Konflikts beteiligt werden, heißt es in einer Erklärung des armenischen Außenministeriums.

Kritik aus Armenien

"Unter Berufung auf ihre historische Rolle und ihrer ethnischen und religiösen Zugehörigkeit hat die Türkei bereits einige Nachbarregionen destabilisiert. Im Nahen Osten, im östlichen Mittelmeer und in Nordafrika ist die Türkei für unermessliches Leid verantwortlich", fügte das armenische Ministerium hinzu.

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