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Türkei kritisiert Militärputsch in Mali

21.8.2020 14:02 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei äußerte "tiefe Besorgnis und Trauer" über den erzwungenen Rücktritt des malischen Präsidenten nach dem Militärputsch am 19. August.

Ankara verlangt die Wiederherstellung des inneren Friedens und der Stabilität in Mali und die sofortige Freilassung von Präsident Ibrahim Boubacar Keita und anderer hochrangiger Beamte. Außerdem solle das Land zu seiner verfassungsmäßigen Ordnung zurückkehren, so das Außenministerium in einer Erklärung.

Türkei hält brüderlich zu den Bürgern Malis

Die Türkei werde auch in dieser schwierigen Zeit weiterhin brüderlich zu Mali und seinen Bürgern stehen.

Am Dienstag wurden Keita und Premierminister Boubou Cisse gegen 16.30 Uhr in das Kati-Militärlager gebracht, welches sich 15 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bamako liegt.

Militär riegelte Straßen ab

Früher am Tag mehrten sich Berichte von Schüssen und Militärfahrzeugen auf dem Weg zur Hauptstadt. Das Militär riegelte die Straße von Kati nach Bamako ab. Geschäfte und Büros waren geschlossen. In Mali kam es 2012 nach einem gescheiterten Staatsstreich und einem Aufstand der Tuareg-Separatisten zu Spannungen. Diese ermöglichten militante Gruppen, die Al-Qaida nahestanden, die nördliche Hälfte des Landes zu übernehmen.

Der 75-jährige Keita kam 2013 an die Macht. Mali gilt als eines der ärmsten Länder der Welt und leidet zusätzlich unter diversen Terrorgruppen, die in dem Land um Einfluss kämpfen. Auch die Stationierung französischer Friedenstruppen konnte daran wenig ändern.

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