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Türkei kritisiert griechisch-ägyptisches Seeabkommen

7.8.2020 21:06 Uhr, von Andreas Neubrand

Das Abkommen über Seegrenzen zwischen Ägypten und Griechenland ist "null und nichtig", so Außenminister Mevlüt Cavusoglu am späten 6. August.

Noch sind weder die Karte noch die Erklärung der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) veröffentlicht worden, aber "aus den Koordinaten gehe hervor, dass das Abkommen die türkischen und libyschen Seegrenzen verletzte", so der Außenminister.

Verteidigung der türkischen Zyprioten

"Eine Vereinbarung, die unsere Grenzen verletzt ist nichtig. Aus diesem Grund haben wir den Verstoß den Vereinten Nationen gemeldet. Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem Länder wie Griechenland und der griechische Teil Zyperns Abkommen mit Ägypten und Israel unterzeichnet, die Türkei dabei aber ignoriert werde", so Cavusoglu.

Griechenland und Ägypten haben keine gemeinsame Seegrenze. Deshalb ist für die Türkei das Abkommen "null und nichtig". "Wir werden dort keine maritimen Handlungen zulassen und unsere sowie die Rechte der türkischen Zyprioten verteidigen", heißt es in der Erklärung.

Ägypten hat am 6. August ein bilaterales Abkommen mit Griechenland über die Abgrenzung der Seegerichtsbarkeit zwischen den beiden Ländern im östlichen Mittelmeerraum unterzeichnet. Das Abkommen kommt zu der Zeit, in der die Türkei erklärt hat, dass sie in dieser Region nach Öl- und Gas bohren will. Dies stieß auf scharfe Kritik aus Athen und Brüssel.

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