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Türkei kritisiert französischen Außenminister

22.4.2020 15:26 Uhr

Nach den jüngsten Äußerungen des französischen Außenministers am 21. April herrscht Eiszeit zwischen der Türkei und Frankreich.

"In dem der französische Außenminister Jean-Yves Le Drain in einem Interview mit der Zeitung "Le Monde", die Türkei ins Visier nimmt, versucht er verzweifelt von der Corona-Krise im eigenen Land abzulenken", teilte das türkische Außenministerium in einer schriftlichen Erklärung mit.

Türkische Hilfe löst in Frankreich Unbehagen aus

Auf eine Frage zu Le Drians Aussagen antwortet Hami Aksoy, der Sprecher des türkischen Außenministererium: "Es scheint, dass die Hilfe der Türkei in dieser dunklen Zeit Unbehagen in Frankreich ausgelöst hat, weil das Land seinen europäischen Nachbarn nicht helfen konnte."

"Dabei ist es Frankreich, dass in Syrien Terroristen und in Libyen Putschisten unterstützt. Außerdem ignoriert Frankreich die Rechte der türkischen Zyprioten. Stattdessen versucht das Land Sanktionen gegen den türkischen Verbündeten zu verhängen", fügte er in einer Erklärung hinzu.

Türkei pocht auf UN-Resolution im Libyen-Konflikt

Aksoy sagte, Frankreich verhindere durch die Unterstützung Haftars ein Ende des Bürgerkriegs in Libyen. "Die Unterstützung Haftars, der auch während der Pandemie Krankenhäuser bombardieren ließ, stehe zudem im Widerspruch zur UN-Resolution 2259. Außerdem war es immer Haftar, der gegen die Ausgehandelten Waffenstillstände verstoßen und Wasser- und Ölleitungen zerstört habe. Mit der Zerstörung der wichtigen Einnahmequelle wird das Leid des libyschen Volkes schlimmer" sagte er.

Als Empfehlung gab Aksoy Frankreich mit auf dem Weg, sich doch besser um die Gesundheit der eigenen Bevölkerung zu kümmern und das durch Covid-19 verursachte Leiden im Land zu lindern.

"Die französische Regierung muss aufhören, die Türkei als Bedrohung für das Wohlergehen und die Sicherheit Europas zu sehen."

(an/dpa)

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