DHA

Türkei kritisiert Erklärung von Frankreich zum östlichen Mittelmeer

31.8.2020 12:26 Uhr

Die Türkei kritisierte am späten 30. August 2020 die Erklärung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu den anhaltenden Spannungen im östlichen Mittelmeerraum. Frankreich stellt sich im Konflikt um mögliche Energieressourcen an die Seite des EU- und NATO-Partners Griechenland, verstärkt seine Militärpräsenz im Mittelmeer. Paris stellt in der NATO die Armee mit dem viertgrößten Militärhaushalt nach den USA, Großbritannien und Deutschland.

"Diejenigen, die glauben, im östlichen Mittelmeerraum eine rote Linie gezogen zu haben, stellen die entschlossene Haltung unseres Landes in Frage", sagte das türkische Außenministerium in einer Erklärung. Am Freitag sagte Macron, er habe in der Region eine "Politik der Roten Linie" verabschiedet, die Griechenland bei der Erforschung der Energieressourcen gegen die Türkei unterstützt. Griechenland hat die Rechtmäßigkeit der aktuellen Energieexplorationen der Türkei im östlichen Mittelmeerraum angezweifelt.

Mittelmeerkonflikt durch Gerechtigkeit lösen

Die Türkei - das Land mit der längsten Küste am Mittelmeer – sagt ihrerseits, dass sowohl die Türkei als auch Nordzypern, dem als "Staat" weltweit einstimmig jede diplomatische Anerkennung verweigert wird, Rechte in der Region haben würden. "Wenn es in der Region eine rote Linie gibt, gehört sie nach internationalem Recht zur Türkei und zu den türkischen Zyprioten", fügte das Außenministerium hinzu.

"Die Zeit der Bestimmung ihres imperialistischen Verständnisses durch Zeichnen von Linien auf Karten ist vorbei", heißt es in der Erklärung weiter, die sich auf die koloniale Vergangenheit Frankreichs bezieht. "Die Türkei ist mächtig genug, um jeden abzuschrecken, der versucht, seine Rechte und Interessen durch den Einsatz einer 'Armada' zu ergreifen", heißt es in der Erklärung. In der Erklärung wurde wiederholt, dass Konflikte im östlichen Mittelmeerraum auf der Grundlage von Gerechtigkeit und nicht durch Provokationen gelöst werden sollten.

(ce)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.