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Türkei kritisiert die USA wegen Öl-Deals in Nordsyrien

5.8.2020 16:26 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei hat die USA wegen eines Deals zwischen Delta Crescent Energy LLC und der von der YPG geführten SDF über die syrischen Ölreserven im Osten des Euphrat kritisiert. Damit finanziere man den Terror, so die Türkei.

"Wir bedauern zutiefst die Unterstützung der USA für die YPG, die die Souveränität Syriens missachtet und das Geld für ihren Terrorismus verwenden wird", so das türkische Außenministerium in einer schriftlichen Erklärung am 3. August.

Deal zur Modernisierung

Die Reaktion kam, nachdem einige Medien darüber berichtet haben, dass Delta Crescent Energy LLC einen Deal zur Modernisierung der Raffinerien im Osten des Euphrats unterzeichnet hat. Das Gebiet wird von der YPG/PKK kontrolliert.

Die YPG soll mit dem Deal 350 Millionen US-Dollar einnehmen. Die USA hatten ihre Truppen in den Nordosten Syriens verlegt. Trump erklärte, dass sie dazu dienen solle, die syrischen Ölanlagen zu schützen. "Die YPG/PKK hat damit unter Beweis gestellt, dass sie bereit ist, die natürlichen Ressourcen des syrischen Volkes zu stehlen", heißt es in der Erklärung des türkischen Außenministeriums.

Die Türkei und die USA streiten sich schon länger über den Status der YPG im Osten Syriens. Die Türkei sieht sie als terroristische Organisation, während die USA sie als effizienten lokalen Partner im Kampf gegen den Islamischen Staat betrachtet.

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