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Türkei: Keine Verbote, aber Empfehlungen zum Opferfest

29.7.2020 19:29 Uhr

Nach der wöchentlichen Sitzung des Corona-Wissenschaftsrats verkündete der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca, dass es über die Feiertage zum Opferfest ab Freitag keine Ausgangsbeschränkungen oder andere Verbote geben werde. Dafür habe man Empfehlungen, wie man die Feiertage möglichst risikolos verbringen könne und solle.

Dabei können diese Empfehlungen in drei Kategorien unterteilt werden: Empfehlungen für das Verhalten auf Tiermärkten, beim Gebet in der Moschee und bei sozialen Treffen.

Verhaltensempfehlungen für den Tiermarkt

Es sollte so wenig Zeit wie möglich auf dem Tiermarkt verbracht werden. Ein erfolgreicher Handel soll nicht per Handschlag besiegelt werden. Bürgerinnen und Bürger über 65 Jahren und/oder mit chronischen Vorerkrankungen wird geraten, sich von den Tiermärkten generell fernzuhalten.

Die Tiere dürfen nur auf durch die Behörden genehmigten Tiermärkten geschlachtet und verkauft werden. Und natürlich die Hauptregel, die für alle Bereiche gilt: Es sollte unbedingt eine Maske getragen, Abstand gehalten und auf die Handhygiene geachtet werden.

Kontrollen auf dem Tiermarkt (Bild: dha)

Verhaltensempfehlungen beim Freitags- und Bayramsgebet

Der Gesundheitsminister bittet darum, dass Bürgerinnen und Bürger über 65 Jahren und mit chronischen Vorerkrankungen darauf verzichten, zum Bayramsgebet in Moscheen zu erscheinen. Es sei besser, im Freien und mit ausreichendem Abstand zu den Menschen neben sich zu beten. Die Predigt und das Gebet sollen, in Absprache mit der Religionsbehörde Diyanet, möglichst kurz gehalten werden.

Nach dem Gebet solle sich die Menge geordnet, von den hinteren Reihen begonnen, auflösen und dabei die Abstandsregeln weiterhin beachten.

Verhaltensempfehlungen über die Opferfest-Feiertage

Wie bereits das Zuckerfest, welches das Ende des Ramadan einläutete, müsse man auch zum Opferfest einige Opfer bringen. So empfiehlt der Gesundheitsminister, beispielsweise Besuche auf dem Friedhof, die traditionellerweise während des Opferfestes durchgeführt werden, auf den "Arife"-Tag am Donnerstag zu verschieben. Alternativ auch auf die Zeit nach den Feiertagen, weil es sonst zu größeren Menschenaufläufen kommen könne.

Im besten Fall verzichte man in diesem Jahr auf Besuche bei der Familie oder Freunden zu Bayram und tausche Grüße über das Telefon oder per Videocall aus. Und falls man doch Besuche mache oder empfange, solle man unbedingt auf das traditionelle Händeküssen, Umarmungen und Händeschütteln verzichten. Auch Krankenbesuche seien nicht zu empfehlen, so Gesundheitsminister Koca.

942 positive Coronatests am Mittwoch

Grafik: covid19.saglik.gov.tr

Nach der Pressekonferenz verkündete Dr. Koca das tägliche Corona-Update über den Kurznachrichtendienst Twitter. Demnach wurden in den letzten 24 Stunden 942 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, 14 Menschen verstarben an Covid-19.

996 konnten am Mittwoch für geheilt erklärt werden. Erstmals wird in der Grafik des Gesundheitsministeriums auch der prozentuale Anteil der Patienten, die unter einer Lungenentzündung leiden, angegeben. Dieser lag bei den 542 Intensivpatienten bei 9,4 Prozent. Damit wolle man die Grafik an internationale Standards anpassen, so Koca in seinem Posting auf Twitter.

(be)

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