DHA

Istanbul erwägt striktere Ausgangssperren

3.4.2020 17:52 Uhr

Die Behörden in der Türkei erwägen strengere Vorschriften für Istanbul, die bevölkerungsreichste Stadt des Landes. Ziel ist es, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, nachdem die Metropole am Bosporus zum Infektions-Hotspot geworden ist. Istanbul ist und bleibt der primäre Hub des Landes, über den im Vorfeld ein großer Teil des Auslandsverkehrs gelaufen ist.

Im Rahmen dieser neuen Maßnahmen könnte eine Ausgangssperre für Personen unter 18 Jahren verhängt und Fahrzeuge in Privatbesitz vom Verkehr ausgeschlossen werden. Weitere Maßnahmen, welche die Behörden in Betracht ziehen, sind die Ausweitung des Geltungsbereichs einer bereits angekündigten Ausgangssperre für ältere Menschen auf Personen ab 60 Jahren. Bereits im März wurde eine landesweite Ausgangssperre für Bürger über 65 Jahre und Personen mit chronischen Krankheiten verhängt.

Ankara hält sich gut an die Restriktionen

Das geplante Verbot von Fahrzeugen in Privatbesitz könnte in Kürze in die Praxis umgesetzt werden, wahrscheinlich in den kommenden Tagen. Wenn das Verbot in Kraft tritt, wird die Anzahl der Busse, die im innerstädtischen öffentlichen Verkehr eingesetzt werden, erhöht, um den Pendlern in der Stadt zu helfen. Quellen wiesen auch darauf hin, dass Anträge von rund 100.000 Personen, die die Erlaubnis zur Einreise in andere Städte beantragt hatten, abgelehnt wurden. Intercity-Reisen unterliegen derzeit der besonderen Genehmigung der örtlichen Behörden. Potenzielle Reisende müssen "Passierscheine" beantragen, um eine Genehmigung zu erhalten, die unter bestimmten besonderen Umständen erteilt wird.

Beamte sagten, dass die Menschen weithin die Beschränkungen einhalten, die eingeführt wurden, um die Ausbreitung des Virus in den östlichen und südöstlichen Provinzen des Landes zu stoppen. Einwohner in diesen Teilen der Türkei halten sich insbesondere an die Ausgangssperre. Die Hauptstadt Ankara war am erfolgreichsten in Bezug auf die Einhaltung der virenbezogenen Vorschriften unter den drei größten Städten des Landes. Die neuen Maßnahmen, die in Istanbul und İzmir eingeführt werden sollen, sollen sicherstellen, dass mehr Menschen die Regeln einhalten.

(ce)

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