DHA

Türkei: Inönü Universität in Malatya startet passive Immunisierung

8.4.2020 16:01 Uhr

Die türkische Inönü Universität, eine Universität in der Osttürkei in Malatya, hat damit begonnen, Blutplasma von bereits geheilten Patienten zu sammeln, die das Coronavirus überstanden haben. Ziel dabei ist die passive Immunisierung noch nicht infizierter Person gegen Covid-19 und letztlich auch die Herstellung eines Impfstoffes, um den mutierten Virus wirkungsvoll zu bekämpfen.

"Die Behandlung begann gestern am 5. April mit dem Sammeln von Plasma von einem Patienten, der sich von der Infektion mit dem Coronavirus erholt hat und anschließend negativ auf Covid-19 getestet wurde", sagte Ahmet Kizilay, Rektor der Universität İnönü in der Provinz Malatya im Osten der Türkei. Kizilay wies darauf hin, dass man bereits in China Erfolge mit der Methode gefahren habe.

Plasmagewinnung ohne Nebenwirkungen

In seiner Erklärung hielt der Universitäts-Chef weiter fest: "Das Turgut Özal Medical Center hatte erstmals Blutplasma von Patienten entnommen, die ihre Infektion mit dem Coronavirus erfolgreich überdtanden haben. Das gewonnene Plasma wurde bei einem anderen Patienten angewandt, der sich auf der Intensivstation in einem sehr ernsten Zustand befand. Unser Ziel hier ist es, die von den genesenen Patienten entnommenen Antikörper dem Patienten auf der Intensivstation zu geben."


Basis die Methode sind die wissenschaftlichen Erfahrungen, die man bei der Bekämpfung von SARS und Ebola gewinnen konnte und die auf identischen Maßnahmen fußten. Er forderte auch Menschen auf, die sich vom Coronavirus erholt hatten, diese Methode durch Blutspenden zu unterstützen und betonte, dass die Plasmaentnahme bei genesenen Patienten keine Nebenwirkungen erzeuge.


(ce)

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